Frühere Aktualitäten Januar - Juni 2002

Home page

back

Allgemeine Nachrichten von den Salomon-Inseln

26.03.02 Abwertung des Solomon Dollars [Quelle: SIBC News]

Heute wurde der Solomon Dollar 25% abgewertet.

04.04.02 Solomon Dollar wieder aufgewertet [Quelle: SIBC News]

Der neue Finanzminister hat heute, entgegen dem Rat der Zentralbank, die Abwertung des Solomon Dollars wieder aufgehoben. Der Vorgänger war, einige Tage nachdem er die Abwertung erlassen hatte, entlassen worden.

up

Gesundheitsdienst

10.01.02 Schweizer Unterstützung in der Chirurgie

Viviane von Orelli mit jungem Patient

Viviane von Orelli arbeitet zwei Monate ihres Wahlstudienjahrs in der Chirurgie im NRH. Sie betreut zur Zeit mit Erfolg die kinderchirurgische Abteilung. Ihr Patient erlitt nach einem Sturz von einem Mangobaum rechts einen Vorder- und links einen Oberarmbruch.



24.01.02 Ehemaliger Praktikant besucht NRH

Carlo Camathias

Carlo Camathias, der im Jahr 2000 ein Praktikum absolviert hat, hat kürzlich das NRH besucht, um die Dokumentation für seine Doktorarbeit "Nachbehandlung von Fixateur externe Patienten" zuammenzutragen. Er hat 53 Fälle vollständig dokumentiert, unter anderem mit 650 Röntgenbildern.

Von Arosa hat er USD 2400 mitgebracht, die bei einem kirchlichen Anlass an einem Samstagabend und dem Gottesdienst am Sonntag gesammelt worden sind. Der Betrag wird in die Fracture Clinic investiert. Wir danken allen Beteiligten ganz herzlich für diese grosszügige Spende.



30.01.02 Immer noch Ärztemangel auf den Salomon-Inseln [Quelle: PFnet News]

Die Salomon-Inseln brauchen zur Zeit dringend 26 Ärzte. Ein Teil des Mangels ist auf den Verlust von 16 Ärzten zurückzuführen: 10 lokale Spezialärzte haben das Land zu ihrem eigenen Schutz während den Unruhen verlassen und sechs haben nach ihrem Studienabschluss eine Anstellung im Ausland einer Anstellung im eigenen Land vorgezogen. Natürlich haben auch die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen zu dieser Situation beigetragen. Das Gesundheitsministerium will deshalb die Bedingungen verbessern und versuchen, abgewanderte Landsleute zurück sowie ausländische Ärzte ins Land zu holen. Man hofft zudem auf die neun Medizinstudenten, die dieses Jahr (teilweise mit Unterstützung der WHO) an der Fiji School of Medicine ihre Ausbildung abschliessen werden.

30.01.02 Spital in Gizo erhält medizinische Ausrüstung [Quelle: SIBC News]

Vom ICLARM - The World Fish Center hat das Spital in Gizo medizinische Ausrüstung im Wert von knapp SBD 71'500 erhalten. Die Organisation baute nahe beim Spital eine Versuchsfarm für schwarze Zuchtperlen auf. Schmuck aus diesen Perlen wurde in Australien an einer Internetauktion versteigert. Die Spende stammt aus dem Gewinn dieser Auktion.

31.01.02 Reduzierter Betrieb am National Referral Hospital [Quelle: SIBC News]

Wegen dem Ärztemangel kann das Spital im Moment nur Notfälle aufnehmen. Der Spitaldirektor Dr. Aaron Oritaimae warnt vor einer Abnahme der Gesundheitsversorgung des Landes.

04.02.02 Weitere Einschränkungen am NRH

Auf Grund der prekären Finanzlage arbeitet das paramedizinische Personal (Röntgen, Labor etc.) seit heute nur noch vormittags.

Zur Zeit sind im National Referral Hospital 13 von 36 Arztstellen besetzt. Dr. Oberli ist praktsch allein für die ganze Chirurgie/Orthopädie verantwortlich.

18.02.02 Ratten zerstören drei Röntgenbildverstärker

Ratten haben im Operationssaal Kabel angefressen und dabei drei Röntgenbildverstärker zerstört. Inzwischen wurden Schutzgitter angebracht und in den Operationssälen stehen seit drei Tagen Rattenfallen. Die Fallen traten in den ersten beiden Nächten bereits in Aktion.

Der Elektroingenieur Ernst Knellwolf ist wieder für sieben Wochen auf den Salomon-Inseln und kümmert sich unter anderem auch um die Bildverstärker.

20.02.02 Sportmedizinkurs in Honiara [Quelle: SIBC News]

In Honiara findet gegenwärtig ein lokalregionaler Sportmedizinkurs statt. Hauptthema ist Fussballsport. Unter den Teilnehmern, von denen fünf aus Papua Neuguinea kommen, befinden sich u.a. Ärzte, Physiotherapeuten, Trainer und Schiedsrichter.

20.02.02 Zunahme von sexuell übertragenen Krankheiten in Honiara [Quelle: PFnet News]

In den Stadtkliniken von Honiara wurde eine 45%ige Zunahme bei sexuell übertragenen Krankheiten von Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren festgestellt.

Mangel an Wissen und Information und eine beschränkte Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln haben zu dieser Situation beigetragen. Mögliche Folgen davon sind Gebärmutterhalskrebs, Unfruchtbarkeit, und bei Frauen mit Syphilis die Geburt von Babies mit angeborener Syphilis.

Falls das Problem ignoriert und nichts dagegen unternommen wird, könnte es in naher Zukunft leicht zu einer HIV/AIDS Epidemie kommen.

21.02.02 Denguefieber-Fälle auf den Salomon-Inseln [Quelle: PFnet News]

Der Gesundheitsdienst der Salomon-Inseln wurde von Nouméa, Neukaledonien alarmiert, als dort Denguefieber-Fälle festgestellt wurden.

Bluttests in Honiara ergaben drei positive Fälle. Einer davon, ein Kind, wurde bereits hospitalisiert.

Die Bevölkerung wird angehalten Unrat zu entfernen, um Pfützen zu vermeiden in denen Mücken brüten können, und bei hohem Fieber ärztliche Hilfe aufzusuchen.

26.02.02 Das Rattennest im Röntgenbildverstärker

Bilder zur Meldung vom 18.02.02:

Ernst Knellwolf und Sr. Esther zeigen das Nest Das Nest

27.02.02 Schweizer Hebammen in Honiara

Seit gestern verstärken zwei Hebammen aus der Schweiz das Team am National Referral Hospital in Honiara. Sie werden voraussichtlich drei Monate bleiben.

05.03.02 Japan finanziert weitere Klinikbauten in Honiara-City [Quelle: SIBC News]

Japan stellt weitere SBD 360'000 für Honiara-City Kliniken zur Verfügung. Das Projekt umfasst die Erweiterung der Rove Klinik im Westen Honiaras sowie die Erstellung eines neues Gebäudes, der Panatina Klinik, im Osten der Hauptstadt.

09.03.02 Friedensmarsch unterstützt NRH [Quelle: SIBC News]

Der gestrige Friedensmarsch ("Wokabaot fo Pis") in Honiara erbrachte mehr als SBD 70'000 für die Kinderabteilung des National Referral Hospitals in Honiara. Lokale Firmen und Geschäfte, diplomatische Vertretungen und Privatpersonen spendeten mehr als SBD 30'000 und Schulkinder sammelten weitere SBD 40'000.

11.03.02 Chirurgische Hilfe aus den Niederlanden [Quelle: SIBC News]

Ein Ärzteteam für plastische Chirurgie aus den Niederlanden wird anfangs April nach Honiara kommen und während zwei Wochen im National Referral Hospital arbeiten. Ein weiteres Team soll im November dieses Jahres kommen.

12.03.02 Kindersterblichkeit auf den Salomon-Inseln [Quelle: SIBC News]

66 von 1000 Kindern sterben wahrscheinlich bevor sie fünf Jahre alt werden. Diese Zahl gab der permanente Sekretär des Gesundheitsministeriums, Dr. George Manimo, an der gestrigen Eröffnung des 11-tägigen Workshops für "Integrated Management of Child Illnesses" in Honiara bekannt. Viele Kinder sind Atemwegserkrankungen, Malaria, Durchfall und Unterernährung ausgesetzt, was im frühen Kindesalter oft tödlich sein kann. Ziel des Gesundheitsdienstes muss es daher sein, die Überlebenschancen der Kinder in den ersten Lebensjahren zu verbessern.

14.03.02 Kampf dem Denguefieber [Quelle: SIBC News]

Seit vor etwa einem Monat ein Denguefall registriert wurde, sind vier Patienten an der Krankheit gestorben. Tests ergaben bei neun Patienten ein positives Resultat und in vielen weiteren Fällen besteht Verdacht auf Dengue. Der Gesundheitsminister Augustine Taneko will energisch gegen diese Krankheit vorgehen, einerseits soll die Bevölkerung besser informiert und aufgeklärt werden, anderseits soll mit gezielten Massnahmen gegen die Aedes aegypti Mücken, die die Krankheit übertragen, vorgegangen werden. Zu diesem Zweck wurde der 14. und 15. März zu nationalen Aufräumtagen erklärt, um den Mücken möglichst wenig Brutplätze zu bieten.

19.03.02 TB Ansteckungsrate stabil [Quelle: SIBC News]

In den letzten 15 Jahren lag die TB Ansteckungsrate auf den Salomon-Inseln bei etwa 200 bis 300 Fällen pro Jahr. Die häufigste Art ist Lungen-TB, am meisten betroffenen sind die 15 bis 64-jährigen, d.h. die mobilste Altersgruppe. Leider versuchen viele Patienten zuerst eine Heilung mit lokalen, traditionellen Mitteln und kommen daher oft erst im fortgeschrittenen Stadium ins Spital.

20.03.02 Abwanderung von Ärzten [Quelle: SIBC News]

Laut Gesundheitsminister Augustine Taneko arbeiten 25 einheimische Ärzte in anderen Ländern, weil ihnen dort bessere Arbeitsbedingungen angeboten wurden. Auf den Salomon-Inseln ist zur Zeit nur etwa die Hälfte der notwendigen Stellen besetzt und auf einen Arzt kommen etwa 12'000 Einwohner.

Auf den Salomon-Inseln gibt es 36 Ärzte (Ausländer inbegriffen), 13 davon sind am NRH tätig. Die Central und Temotu Provinz, sowie die Honiara-City Kliniken (Ambulatorien), müssen zur Zeit ohne Arzt auskommen.

21.03.02 "Wilde" medizinische Einrichtungen [Quelle: SIBC News]

Auf den Salomon-Inseln wurde eine Anzahl medizinischer Einrichtungen ohne Einbezug des Gesundheitsministeriums gebaut. Einige wurden aus dem Ausland, von Nichtregierungsorganisationen und Politikern finanziert. Natürlich bringt das später, wenn Personal und materielle Unterstützung gebraucht werden, die Planung des Gesundheitsministeriums durcheinander.

Bemerkung des Webmasters: Alle unsere Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium geplant und ausgeführt und sind Teil des offiziellen Gesundheitsdienstes.

24.03.02 Das "Swiss Team" in Honiara am 2. März 2002

E. Knellwolf, D. Fenner, E.Oberli, R. Müller, R. Burkhardt, B. Oberli, H. Oberli

Zur Vergrösserung Bild anklicken. Von links nach rechts: Ernst Knellwolf (Ingenieur), Dr. Dieter Fenner, Elisabeth Oberli, Rita Müller (Hebamme), Regina Burkhardt (Hebamme), Bettina Oberli (filmt für SF DRS), Dr. Hermann Oberli.



25.03.02 Friedensmarsch bringt SBD 100'000 für NRH [Quelle: SIBC News]

Heute haben die Organisatoren des Friedensmarsches Medical Superintendent Dr. Aaron Oritaimae einen Check von SBD 100'000 für die Kinderabteilung des National Referral Hospital übergeben.

26.03.02 Salomon-Inseln auf Platz zwei bei Kindersterblichkeit [Source: SIBC News]

In der Region der Pazifikinseln liegen die Salomon-Inseln in Bezug auf Kindersterblichkeit an zweiter Stelle hinter Papua New Guinea.

09.04.02 Das Team aus den Niederlanden an der Arbeit

Das Interplast Team aus den Niederlanden an der Arbeit: ein Kind mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte wird operiert.

vl: F. van Eenennaam, I. Burkink, H. de Bruijn Ida und die kleine Patientin Dr. Hans de Bruijn operiert

Links: das Team besteht aus dem Anästhesisten Dr. Fred van Eenennaam (links), der Operationsschwester Ida Burkink-Abbink und dem plastischen Chirurgen Dr. Hans de Bruijn. Mitte: Ida mit der kleinen Patientin. Rechts: Dr. Hans de Bruijn bei der Operation.

Die hochwertige Ausrüstung für den Operationssaal wurde uns aus der Schweiz geschenkt: Operationslampen, Operationstisch, Mikrokoagulator, Röntgenbildverstärker, Capnograph, EKG Monitor, Oxymeter. Unser Dank geht an alle Spender!

14.04.02 Stetige Zunahme von Lungenkrebs [Quelle: SIBC News]

In den Jahren 1995 bis 2001 wurden allein am National Referral Hospital in Honiara jedes Jahr durchschnittlich 150 Fälle von Lungenkrebs festgestellt.

17.04.02 Das Interplast Team geht nach Hause [Quelle: SIBC News]

Das Interplast Team reist morgen in die Niederlande zurück. In etwas mehr als zwei Wochen wurden kostenlos über 200 Patienten operiert, die meisten davon Kinder mit Lippen-Gaumenspalten.

Der Arbeit des Teams wurde finanziell von Wohltätigkeitsorganisationen in den Niederlanden unterstützt.

Im November soll ein weiteres solches Team aus den Niederlanden nach Honiara kommen.

18.04.02 Andere Zahlen [Quelle: PFnet News]

Laut PFnet News hat das Interplast Team etwa 200 Personen beraten und 60 Patienten operiert.

24.04.02 Honiara-City Klinken ohne Spritzen [Quelle: SIBC News]

Die meisten Kliniken von Honiara-City haben zur Zeit keine Spritzen mehr, da die Vorräte im nationalen Medikamentenlager praktisch aufgebraucht sind. Patienten, die eine Injektion brauchen, werden deshalb gebeten, selbst eine Spritze zu kaufen und mitzubringen. Wann die Kliniken wieder Spritzen erhalten, ist nicht bekannt.

25.04.02 Bald wieder Spritzen in Honiara [Quelle: SIBC News]

Morgen soll, zusammen mit anderem medizinischem Material, wieder eine Lieferung von Spritzen in Honiara eintreffen. Wenn alles gut geht, sollten die Honiara City Kliniken anfangs nächster Woche wieder über Spritzen verfügen. Die derzeit im Lager noch verfügbaren Spritzen wurden mit Luftfracht ins Land gebracht und sind für Notfälle reserviert.

Der Engpass entstand durch Verzögerungen auf dem Transportweg, nicht durch Geldmangel. Zwar bestehen aus den Jahren 1999 und 2000 noch Schulden bei drei Pharmalieferanten im Betrag von SBD 5 Millionen, die auf Grund der Zinsen täglich ansteigen, aber neue Lieferungen sind (voraus) bezahlt worden.

01.05.02 Dr. Jollers chirurgische Reise

Dr. Oberli schreibt:

Schon zum vierten Mal reiste Dr. R. Joller, Chefarzt Orthopädie am Kantosspital Uri in Altdorf, auf die Salomonen, um uns hier mit orthopädischen Problempatienten zu helfen.

Diesmal ging es vor allem um einen jetzt 58 jährigen Mann, dem vor acht Jahren in Taiwan, das er damals als Aussenminister besuchte, eine Hüftgelenksprothese eingesetzt wurde. Schon früh nach dieser Operation trat eine invalidisierende chronische Infektion mit Lockerung des Kunstgelenkes auf, endend in einer jahrelangen Leidensgeschichte. Eine Verlegung des Patienten ins Ausland kam aus finanziellen Gründen nicht infrage, und lokal fehlten die Mittel zur erfolgreichen Behandlung.

Freundlicherweise schenkte uns letztes Jahr die schweizerische Firma PLUS Endoprothetik einen sogenannten Spacer (mit Antibiotika beladene provisorische Prothese). Schon einen Monat nach Ausbau der ehemaligen Prothese und Einsetzen des Spacers kam die sieben Jahre lang anhaltende Eiterung zur Ruhe, die Infektion war ausgeheilt. Nun ging es darum, den Spacer durch eine neue Hüftprothese zu ersetzen.

Dr. Joller reiste abermals an (selbstverständlich wie immer auf eigene Kosten), aber dieses Mal mit einem zusätzlichen Koffer, gefüllt mit 30 kg medizinischer Ausrüstung (schwere Leihinstrumente, eine grosse Auswahl an Implantaten). Ein interessantes Detail: Dr. Joller brachte uns auch Blutentnahmebeutel, denn kurz vor seiner Abreise mussten wir ihm mitteilen, dass im Zentrumsspital von Honiara gerade noch 12 Beutel zur Entnahme von Blutkonserven vorhanden seien. Welche Katastrophe für alle Beteiligten, hätte dieser Eingriff wegen fehlender Möglichkeit der Bluttransfusion abgesagt werden müssen!

Dr. Joller beim... ... Auspacken seines Koffers Bereit für die Operation
Dr. Joller beim... ... Auspacken seines Koffers Bereit für die Operation

Der Patient und sein Chirurg

Die langwierige Operation verlief planmässig (sechs Bluttransfusionen!), der Patient geht an zwei Stöcken und wurde vor einigen Tagen nach Hause entlassen.



07.05.02 Spital in Honiara gehört zu den schmutzigsten [Quelle: SIBC News]

Bei der Eröffnung der Fracture Clinic sagte Dr. Hermann Oberli, dass das Gebäude ein Muster dafür sei, wie eine Klinik im 21. Jahrhundert aussehen müsse. Solche Gebäude sollten den Verhältnissen angepasst sein und auch unterhalten werden können.

Später fügte er hinzu, dass ein Spital eigentlich ein ganz sauberer Ort sein sollte, aber die traurige Gewohnheit der Leute, Betelnusssaft an saubere Wände und auf Plattenböden zu spucken, mache das Spital zu einem der schmutzigsten auf der Welt, das er je gesehen habe. Er rief daher alle auf, Spitaleinrichtungen zu respektieren und sie zum saubersten Platz zum Arbeiten und Leben zu machen.

08.05.02 Mangel an Medikamenten [Quelle: SIBC News]

Transport und Verteilung der Medikamente vom Hersteller über Verkaufsagenten, die nationale Spitalapotheke bis zum Endabnehmer sind lang, kompliziert und teuer. So lange die Regierung kein Geld für die Transportkosten zur Verfügung stellen kann, wird es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung kommen.

Zur Zeit gibt es genug Medikamente auf den Salomon-Inseln. Aber der Wechsel von Lieferanten in Übersee bewirkte Verzögerungen, die zu einem vorübergehenden Knappheit an Medikamenten führte.

Medikament werden von Australien im Rahmen der humanitären Hilfe bezahlt.

26.05.02 Gefährdete Gesundheitsversorgung auf Malaita [Quelle: SIBC News]

Falls nicht innerhalb einer Woche das Geld von der Regierung eintrifft, könnte es nötig sein, die Gesundheitsversorgung im Spital Kilu'ufi und den lokalen Ambulatorien auf einen Notfalldienst zu beschränken. Zwei Lohnzahlungen für das medizinische Personal sind ebenfalls ausstehend.

10.06.02 Medikamentenmangel auf Russell Islands [Quelle: SIBC News]

Falls in den nächsten Tagen kein Nachschub eintrifft, werden vier Ambulatorien auf den Russell Islands (Central Province) bald keine Medikamente mehr haben. Ein Malariaausbruch in den vergangenen Wochen hatte den Vorrat stark reduziert.

11.06.02 Spitalbetrieb in Lata fast am Ende [Quelle: PFnet News]

Ohne Stromversorgung, Wasser und Nachschub muss das Spital in Lata (Temotu Provinz) seinen Betrieb praktisch einstellen. Der Direktor des Gesundheitsdienstes der Provinz, Dr. Günter Kittel aus Österreich, sagte, dass man die meisten Patienten anweisen musste, das Spital zu verlassen und wenn möglich bei Verwandten in der näheren Umgebung Unterkunft zu suchen.

Vor zehn Tagen starb ein Neugeborenes, weil elementare Medikamente fehlten. Am letzten Samstag starb eine Frau, weil kein Diesel für das Auto aufzutreiben war, um sie ins Spital zu bringen. Und eine 20jährige Frau starb an einem heilbaren Krebs, weil sie nicht nach Honiara gebracht werden konnte. Impfstoffe für Kinder gibt es keine mehr.

Das letzte Versorgungsschiff traf vor etwa zwei Monaten ein. Seither wurde Nachschub schon etwa zehnmal versprochen und anschliessend verschoben. Das Schiff liegt immer noch mit einem mechanischen Defekt in Honiara. In der Zwischenzeit ist der Telekom und der Pumpstation für die Wasserversorgung von Lata der Dieselkraftstoff ausgegangen. Nicht mehr viel, wenn überhaupt, ist zur Elektrizitätserzeugung übrig. Aus Geldmangel gab es die letzten drei Monate auch keine Solomon Airlines Flüge nach Lata mehr.

Die einzige öffentliche Kommunikationsmöglichkeit ist derzeit die solarbetriebene E-Mail Station des PFnet, die Ende April 2002 in Betrieb genommen wurde.

18.06.02 Gesundheitsdienst in grossen Schwierigkeiten [Quelle: Radio Australia Pacific Beat]

Laut Dr. Gerorge Manimu, dem neuernannten permanenten Sekräter im Gesundheitsministerium, steckt der Gesunheitsdienst in grossen Schwierigkeiten. Krankenschwestern und anderes Personal leiden schon unter zwei ausstehende Lohnzahlungen und die Vorräte an Medikamenten reichen nur noch für etwa drei Monate. Eine Bestellung von Medikamenten für die nächsten 12 Monate im Wert von SBD 6 Millionen ist vorbereitet, aber der Regierung fehlen zur Zeit die nötigen finanziellen Mittel für den Kauf. Hilfe muss also von aussen kommen. Beim heutigen Personenverkehr müsste es im Interesse von anderen Ländern liegen, dass es auf den Salomon-Inseln nicht zu Epidemien kommt und die Solomon Islanders gesund bleiben. Hilfsorganisationen wurden um Unterstützung gebeten, aber Zusagen stehen noch aus.

21.06.02 Vereinbarung [Quelle: SIBC News]

Heute haben die Regierungen Australiens und der Solomon Islands eine Vereinbarung unterzeichnet, die die Zusammenarbeit auf dem Gesundheitssektor bestätigt.

Australien hat dem Health Sector Trust Account bereits 26 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Diese Mittel dienen zur medizinischen Grundversorgung in allen Provinzen, sowie zur besseren Ausbildung der Mitarbeiter des Ministeriums (vor allem in den Provinzen) in finanziellen Belangen.

Ein 30-Millionen Dollar 5-Jahres Projekt unterstützt die Ausbildung in Management und Planung im Gesundheitswesen im Bereich des Gesundheitsministeriums, des National Referral Hospital und der Gesundheitsdienste in den Provinzen.

up

Kommunikationsprobleme

16.01.02 Fax im NRH funktioniert nicht

Zur Zeit funktioniert das Faxgerät im National Referral Hospital in Honiara nicht.

18.02.02 Kommunikation mit dem NRH

Fax: funktioniert wieder, aber unregelmässig.

Email (nrh@solomon.com.sb): Zur Zeit gibt es Probleme mit dem PC und/oder Modem. Mails können im Moment weder gesendet noch empfangen werden.

02.03.02 NRH Email funktioniert wieder

Nach dem Austausch des Modems funktioniert das Email im Spital wieder.

up

Medien und Berichte

14.01.02 Artikel über die Salomon-Inseln in der NZZ

Rettungsaktion für die Salomoninseln - Hilfestellung Australiens und Neuseelands

Neue Zürcher Zeitung - AUSLAND - Montag, 14. Januar 2002 - Nr. 10 Seite 5

15.01.02 Kurt Brauchlis Tagebuch wieder im Netz

Kurt Brauchlis Tagebuch "Our Journey to Honiara" ist nun auf dieser Website verfügbar.

03.02.02 Rückblick 2001 und Aussichten 2002

Das Rundschreiben von Helen Wilquet an die Spenderinnen und Spender finden Sie hier.

15.03.02 Neues Kurzinterview

Ein Kurzinterview mit Viviane von Orelli, die im Dezember 2001 und Januar 2002 ein Chirurgiepraktikum bei Dr. Oberli am NRH absolviert hat, finden Sie hier.

11.04.02 Neuer Reisebericht

Den neuen Reisebericht von Ernst Knellwolf, der im Februar/März 2002 auf den Salomon-Inseln gearbeitet hat, finden Sie hier.

19.04.02 Neue Bilder zum Kurzinterview mit Viviane von Orelli

Das Kurzinterview mit Viviane von Orelli enthält jetzt mehr Bilder, zudem ist der Beitrag nun auch als PDF Datei verfügbar.

29.04.02 Neuer Erfahrungsbericht

Lesen Sie den neuen Bericht "Chirurgie auf den Solomon Islands" von Viviane von Orelli.

18.05.02 Geburtshilfe im Südpazifik

Lesen Sie den neuen Bericht der Hebammen Regina Burkhardt und Rita Müller, die drei Monate auf den Salomon-Inseln tätig waren.

16.06.02 Zeitungsartikel über die Fracture Clinic

Zwei Zeitungsartikel (in Englisch) aus dem "Solomon Star" über die Eröffnung und Entstehung der Fracture Clinic finden Sie hier.

26.06.02 Ein neuer Erfahrungsbericht

Lesen Sie hier, was Susanne Kratochvil über das Jahr auf den Salomonen mit Familie berichtet.

Anmerkung des Webmasters: Auf Grund eines Übertragungsfehlers liegt Dr. Dieter Fenners Bericht zur Zeit leider noch nicht vor, er wird vermutlich erst in ein bis zwei Monaten verfügbar sein. Bitte haben Sie Geduld.

up

Projekte

09.01.02 Container Ankunft

Dr. Oberli schreibt:

Heute Nachmittag brachten wir es zustande, dass der Container im Hafen, ungeöffnet von Beamten, ohne Zoll zu bezahlen, mit einem Lastwagen abgeholt und im Garten hinter unserem Haus deponiert werden konnte. Aus dem letzten Container sind einige Sachen verschwunden, als er im National Medical Store entladen wurde. So dachten wir, wir könnten alles besser unter Kontrolle halten, wenn der Container neben unserem Haus liegt. Der Container muss hier bleiben, bis die Fracture Clinic mit zusätzlichem Lagerraum fertig gebaut sein wird.

Zuhinterst fanden wir die hochwillkommenen Blechgebinde mit Xylol und Isopropanol aus Schweizerhalle, die uns den Weiterbetrieb des Pathologielabors ermöglichen.

Allen Beteiligten an dieser gelungenen Grossaktion sei bestens gedankt!

Abladen des Containers von der Melanesian Chief Der Container in Oberlis Garten

15.01.02 Wie gewonnen, so zerronnen

Am letzten Freitag wurden zwei 20 Liter Behälter Isopropylalkohol dem nationalen Medikamentenlager zur Lagerung übergeben. Schon in der folgenden Nacht wurde dort eingebrochen. Am Samstag waren die Behälter leer. Im Gegensatz zu Methylalkohol macht Isopropylalkohol nicht blind...

28.01.02 Die Fracture Clinic ist im Bau

Mehr dazu finden Sie hier.

26.02.02 Die Fracture Clinic wächst

Der Bau der Fracture Clinic schreitet voran. Hier der Stand vom 13.02.02.

01.03.02 Freude über Spenden

Das Operationsteam

Das Operationspersonal freut sich über die Mützen der Firma Werner Bieri AG in Romanshorn, die Schürzen aus dem Altersheim Rosenberg in Altdorf und die Operationsschuhe aus der Klinik St. Anna in Luzern. Vielen Dank!



02.03.02 Fracture Clinic Rohbau fertig

Gestern fand ein kleines Richtfest statt.

12.03.02 Neue Bilder zum Thema Fracture Clinic

Ein Bild vom Richtfest und der Klinik in der Regenzeit finden Sie hier.

12.03.02 Erfolgreicher Kursbesuch

Diplomverleihung am AO Kurs in Brisbane

Die Operationsschwestern Marilyn Tohesanau und Nesleen Pentani haben kürzlich den AO Kurs für Operationspersonal in Brisbane besucht und erfolgreich abgeschlossen. Von links: Dr. John Croser, Marilyn Tohesanau, Nesleen Pentani und Helen Lee. Zur Vergrösserung Bild anklicken.



Besuch des Premierministers

Wohl erstmalig in der langen (über 40 jährigen) Geschichte der AO (Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen) besuchte ein Premierminister einen Kurs! Sir Allan Kemakeza, Premierminister der Salomon-Inseln, kam an die praktischen Übungen und schaute "seinen" Operationsschwestern während einer halben Stunde zu. Von links: Dr. Hermann Oberli, Marilyn Tohesanau, Sir Allan Kemakeza, Nesleen Pentani und Dr. John Croser. Zur Vergrösserung Bild anklicken.



16.04.02 Fracture Clinic bald fertig

Zur Zeit wird der Bodenbelag des Innenhofes erneuert (Bild).

06.05.02 Eröffnung der Fracture Clinic

Heute war die offizielle Eröffnungsfeier der Fracture Clinic. Ein Bild der Gedenktafel finden Sie hier.

up

Kontaktformular