Frühere Aktualitäten Januar - Juni 2003

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Allgemeine Nachrichten von den Salomon-Inseln

02.01.03 Dr. Oberli unterwegs nach Tikopia

Dr. Oberli ist zur Zeit auf dem Polizeiboot "Auki" unterwegs nach Tikopia und Anuta. Das Schiff ist heute, 18 Uhr Lokalzeit, aus Honiara ausgelaufen. Es wird frühestens am Samstag Tikopia erreichen und medizinische Hilfe und Notunterkünfte auf die verwüsteten Inseln bringen. Verschiedenste Probleme haben das Auslaufen des Schiffes seit Montag immer wieder verzögert. Ein weiteres, grösseres Schiff, die MV "Isabella", soll morgen auslaufen und mehr Hilfsgüter und Nahrungsmittel bringen.

Die Inseln Tikopia und Anuta wurden am 28. Dezember vom Zyklon Zoe verwüstet. Mit 300-350 km/h gehört Zoe zur stärksten Sturmklasse (Kategorie 5). Die winzigen Inseln sind etwa 1000 km südöstlich von Honiara, nahe der Grenze der Provinz Temotu zum Nachbarstaat Vanuatu gelegen. Auf den Inseln leben etwa 1'500 bis 2'000 Personen.

Die Luftbilder eines neuseeländischen Fotojournalisten (die um die Welt gegangen sind) und einer Herkules der australischen Luftwaffe zeigen, dass die Behausungen, die Gärten und die Vegetation zerstört wurden. Die Einwohner leben aber schon seit langem mit den Stürmen und vergraben Vorräte für solche Situationen. Es gibt keinen Hafen und keinen Flugplatz, die (Radio-) Kommunikation funktioniert schon längere Zeit nicht mehr, erst ein Besuch vor Ort kann also Klarheit über die Situation schaffen.

Zoe 28-12-02 RAAF Hercules
Satellitenbild von Zoe am 28.12.02 Hercules der RAAF nach dem Flug über Tikopia in Honiara

Andere (bewohnte) Inseln der Salomonen oder der Nachbarstaaten wurden, soweit bekannt, nicht vom Sturm getroffen.

Dr. Oberli wird für mindestens etwa eine Woche unterwegs sein und daher in dieser Zeit über sein privates E-Mail nicht erreichbar sein.

03.01.03 Polizeiboot in Lata angekommen [Quelle: BBC News]

Laut BBC ist das Polizeiboot in Lata (Provinz Temotu) angekommen. Dort sollen weitere Hilfskräfte zusteigen, bevor das Boot weitere 400km nach Tikopia fährt. Ein Bild von Dr. Oberli, sowie ein Video mit Luftaufnahmen ist auf der Spiegel Website zu finden. Geben Sie als Suchbegriff (rechts oben) Tikopia ein. (Danke für den Link, Richard!)

04.01.03 Die Tikopianer haben den Sturm überlebt [Quelle: Radio Australia, PFnet News, BBC]

Die Bevölkerung auf Tikopia hat den Sturm Zoe offenbar weitgehend unversehrt überlebt. Sie werden aber Trinkwasser und Nahrungsmittel benötigen. Noch nicht klar ist die Situation auf Anuta und der Insel Mota Lava, die zu Vanuatu gehört. Bilder und Link zum Exklusivbericht (englisch) im The Weekend Australian finden Sie hier.

Das Polizeiboot Auki mit Dr. Oberli soll am Sonntag und das Schiff MV Isabella mit Nahrungsmitteln, Wasser und Hilfsgütern am Montag eintreffen.

05.01.03 Dr. Oberli behandelt zwei Fälle auf Tikopia [Quelle: SIBC News]

Das Polizeiboot ist bei Tikopia angekommen. Dr. Oberli musste nur zwei Fälle behandeln: einen gebrochenen Arm und einen Mann, dem ein Baumast auf ein Bein gefallen war. Abgesehen davon gab es nur leichte Verletzungen, die das Team ohne Probleme bewältigen konnte.

Laut Dr. Oberli besteht keine Seuchengefahr, das Trinkwasser ist nicht verschmutzt, aber Wasserbehälter sind nötig, da teilweise die Wasserleitungen zerstört wurden. Nahrungsmittel gibt es genug für etwa zwei Wochen. Die lokale Klinik ist weitgehend intakt, aber die meisten Küstendörfer wurden weggewaschen.

Das Polizeiboot will noch die Ankunft der MV Isabella abwarten und dann vermutlich morgen nach Anuta fahren, um dort die Situation abzuklären.

Ein französischer Marinehelikopter hat gestern die Insel Mota Lava (Vanuatu) besucht und festgestellt, das die Bewohner alle wohlauf sind.

06.01.03 Die Situation auf Tikopia [Quelle: SIBC News, PFnet News, RNZI News]

70 Häuser wurden vollständig zerstört und der Hausrat wurde vom Meer weggespühlt.

An einigen Orten ist das Trinkwasser mit faulenden Blättern und Schutt verschmutzt, aber an anderen Orten ist es sauber. Am notwendigsten sind Nahrungsmittel. Das Schiff Isabella mit Wasser und Nahrungsmittel ist inzwischen eingetroffen.

Die Hilfsgüter wurden an Land gebracht und Aufräum- und Reparaturarbeiten sind im Gange. Die Klinik hat ein neues Funkgerät erhalten und Tikopia hat nun wieder eine funktionierende Radioverbindung.

Das Polizeiboot Auki soll heute Nacht nach Anuta aufbrechen und morgen früh dort landen. Man erwartet, dass dort die Schäden kleiner als auf Tikoipia sind. Ein weiteres Schiff mit Hilfsgütern für die Inseln wird vermutlich morgen aus Honiara auslaufen.

07.01.03 Die Situation auf Anuta [Quelle: SIBC News, RNZI News, Radio Australia]

Heute Morgen ist die Auki bei Anuta angekommen. Wie erwartet, sind die Schäden geringer als auf Tikopia. 90% der Häuser und 70% der Gärten sollen unbeschädigt sein.

Notwendige Güter sind: Moskitonetze, Material für das Wasserverteilungssystem und Pflanzmaterial für die Gärten. Die mitgebrachten Hilfsgüter wurden an die Bevölkerung verteilt.

Verletzte gab es keine, aber es gab einen Ausbruch von Windpocken. Dr Oberli bestätigte, dass 10 Fälle festgestellt wurden. Das medizinische Team betreute weitere 39 Personen, wovon 12 Kinder waren, die eine Impfung erhielten.

Das Funkgerät in der Schule wurden wieder funktionstüchtig gemacht, so dass auch Anuta wieder mit dem Rest des Landes verbunden ist.

Inzwischen sollte die Auki wieder nach Tikopia zurückgekehrt sein. Heute Abend soll das Schiff Hamakio Maru mit mehr Hilfsgütern aus Honiara auslaufen.

Bei Flügen über die Nordinseln von Vanuatu (Banks und Torres Inseln) wurden ebenfalls keine grösseren Schäden festgestellt.

08.01.03 Die Hamakio Maru unterwegs nach Tikopia [Quelle: SIBC News]

Das Schiff Hamakio Maru hat heute Nachmittag Honiara verlassen und ist mit notwendigen Hilfsgütern unterwegs in die Temotu Provinz.

Die Isabella und Auki sind zur Zeit noch in Tikopia. Die Aufräumarbeiten und Verteilung der Hilfsgüter geht weiter.

Inzwischen sind SBD 1.5 Millionen an Spenden für die beiden Inseln zusammengekommen und Hilfe aus verschiedenen Ländern ist unterwegs.

Der Windpockenausbruch auf Anuta dürfte noch vor dem Sturm Zoe von einer infizierten Person ausgelöst worden sein.

09.01.03 Etwa 500 Personen auf Tikopia obdachlos [Quelle: RNZI News]

Auf Tikopia sind etwa 500 Personen obdachlos, da zwei Dörfer vom Sturm zerstört wurden.

Genauere Angaben zur Lage auf den beiden Inseln werden erst nach der Rückkehr der Auki nach Honiara am kommenden Wochenende erwartet.

10.01.03 Wieder einmal keine Flüge [Quelle: SIBC News]

Seit gestern Abend gibt es wieder einmal keine lokalen und internationalen Flüge, ausgenommen Notfallflüge. Zivilluftfahrt-, Immigrations- und Wetterdienstangestellte streiken, weil sie die geforderten Zusatzzahlungen immer noch nicht erhalten haben. Es gibt Verhandlungen, deren Stand ist aber zur Zeit unklar.

10.01.03 Die Hamakio Maru und Auki in Lata [Quelle: SIBC News]

Die Hamakio Maru und Auki sind beide in Lata eingetroffen. Die Hamakio Maru hat Diesel mitgebracht, so dass die Auki aufgetankt werden konnte. Sie wird morgen nach Honiara zurückkehren. Die Hamakio Maru fährt weiter nach Tikopia.

In der Provinz Temotu wurde die Bevölkerung aufgerufen, Sagopalmenblätter und anderes Material für den Häuserbau auf Tikopia und Anuta zu spenden.

Die MV Isabella ist in Honiara eingetroffen. Die Helfer berichten, dass auf Tikopia eine grosse Verwüstung (a 100% mess) herrscht , von der speziell die Gärten betroffen sind. Der vollständige Bericht zur Lage wird nächste Woche erwartet.

12.01.03 Die Auki wieder in Honiara [Quelle: SIBC News]

Die Auki, mit Dr. Oberli und dem medizinischen Team an Bord, ist heute Nachmittag wieder in Honiara eingetroffen.

Die Hamakio Maru hat inzwischen Tikopia und Anuta erreicht.

13.01.03 Flüge wieder aufgenommen [Quelle: SIBC News]

Am Samstagnachmittag wurden die Flüge wieder aufgenommen, nachdem eine provisorische Verfügung des obersten Gerichts der Salomon-Inseln die Streikenden sofort zur Arbeit zurückbefohlen hatte.

14.01.03 Die Mannschaft der Auki

Die Mannschaft der "Auki"

Dr. Oberli schreibt:
Am Sonntag kamen wir nach einer Reise von 10 Tagen wieder in Honiara an. Müde! Jetzt finden natürlich zahlreiche Briefings, Meetings etc. statt, um die Berichte der einzelnen Teams zu evaluieren und Konsequenzen zu ziehen für die nähere und mittelfristige Zukunft. Beiliegend ein Bild von der sehr kooperativen Mannschaft des Patrouillenbootes "Auki", ohne deren Einsatz unsere Mission nicht möglich gewesen wäre. (RSIPV = Royal Solomon Islands Patrol Vessel)


21.01.03 Erdbeben nahe bei den Salomon-Inseln [Quelle: SIBC News]

Earthquake 20.01.2003

Gestern Abend, 19:43 Lokalzeit, wurde etwa 135km südöstlich von Honiara in einer Tiefe von etwa 33km ein Erdbeben der Stärke 7.2 auf der Richter-Skala registriert. Auf Makira wurde es als eines der stärksten seit vielen Jahren empfunden. Bewohner von West-Makira und Ost-Guadalcanal beobachteten einen steigenden Meeresspiegel, der sich nach einiger Zeit wieder stabilisierte. Glücklicherweise löste das Beben keinen Tsunami aus. Ein entsprechender Alarm wurde später wieder aufgehoben. Es gab keine Meldungen über Opfern oder Schäden, mit Ausnahme eines Wassertanks auf Ugi (nord-westlich von Kirakira, auf unserer Karte Uki geschrieben), der von einer Plattform fiel und beschädigt wurde. (Bild links vom USGS National Earthquake Information Center. Die gelbe Linie markiert die Plattenränder.)


22.01.03 Erdbebenschaden [Quelle: SIBC News]

Das Erdbeben vom Montag hat eine der Hauptwasserleitungen für Honiara beschädigt. Deshalb sind einige Teile Honiaras seither ohne Wasser. Die Leitung wird jetzt repariert.

28.01.03 Haussitter für Pigeon Island gefunden

Pigeon Island

Diana Hepworth (mehr über sie im Buch "Faraway") hat nun endlich Haussitter für ihr Heim auf Pigeon Island gefunden. Möchten Sie auch einige Zeit auf dieser Insel verbringen? Dann buchen Sie einfach die nächsten Ferien im Ngarando Faraway Resort!



25.05.03 Schweizer Generalkonsul besucht die Salomon-Inseln

Dr. Oberli schreibt:

Eine Woche lang besuchte der Schweizer Generalkonsul in Sydney, Australien, Herr Albert Mehr mit Frau Renate "seine" Schweizer in Honiara. Er stattete dem Premierminister, Sir Allan Kemakeza, einen Höflichkeitsbesuch ab, sprach beim Aussenministerium der Salomonen vor und, vor allem, interessierte sich sehr für das National Referral Hospital. Die derzeitige "Swiss Community" in Honiara folgte gerne der Einladung zu einem gemütlichen Nachtessen.

Albert Mehr mit Premierminister Sir Allan Kemakeza Renate und Albert Mehr mit Janet in der Kinderabteilung Die "Swiss Community" beim Nachtessen
Albert Mehr mit Premierminister Sir Allan Kemakeza Renate und Albert Mehr mit Janet in der Kinderabteilung Die Swiss Community* beim Nachtessen (auf Bild klicken)

weitere Bilder

* Von vorne links im Uhrzeigersinn: Andreas Gisler (Elektriker), Christian Himmelberger (Volontärarzt), Albert Mehr, Jon Andri Lutz (Volontärarzt), Jessica Delarue (Volontär med. Sekretärin), Remigi Joller (Volontärorthopäde), Renate Mehr, Natalie Stouder (Volontärkrankenschwester), Thomas Hodler (Elektriker), Matthias Walting (Volontärarzt), Hermann Oberli, Elisabeth Oberli, Martin Keller (Medizinstudent). Im Hintergrund Dr. Shah, seit 1993 Anästhesist am NRH, und seine Frau.

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Gesundheitsdienst

15.01.03 Velos für Spitäler [Quelle: SIBC News]

Die Gesellschaft für Familienplanung SIPPA (Solomon Islands Planned Parenthood Association, Teil der International Planned Parenthood Federation) hat von drei japanischen Städten 85 Velos, Ersatzteile und anderes Material erhalten. 16 der Velos wurden nun dem Gesundheitsministerium übergeben und sollen in öffentlichen und kirchlichen Spitälern in den Provinzen eingesetzt werden.

16.01.03 Viele Fälle von Malaria und Durchfall in der Provinz Malaita [Quelle: SIBC News]

Laut Dr. Judson Leafasia, dem Direktor des Gesundheitsdienstes der Provinz Malaita, gibt es zur Zeit viele Fälle von Malaria und Durchfall. Er rief die Einwohner auf, alles zu tun, um gesund zu bleiben. Es besteht ein Mangel an Medikamenten und der Gesundheitsdienst hat nur noch SBD 142'000 statt wie früher SBD 160'000 im Jahr zur Verfügung.

16.01.03 Mehr Geschlechtskrankheiten [Quelle: SIBC News]

Gemäss der Gesellschaft für Familienplanung SIPPA (Solomon Islands Planned Parenthood Association) hat die Zahl der Fälle von Geschlechtskrankheiten gegenüber dem Jahr 2000 um 75% zugenommen. Die SIPPA hat ihre Beratung auf diesem Gebiet entsprechend erweitert.

Die Gesellschaft betreibt Kliniken in Honiara, Auki (Malaita) und Gizo (West-Provinz). Die Kliniken werden gerne für Vorsorgeuntersuchungen betreffend Gebärmutterhalskrebs benutzt. Die Nachfrage nach Familienplanungsberatung hat um 50% zugenommen.

22.01.03 Immer noch kein Lohn [Quelle: SIBC News]

Die Angestellten des Gesundheitsdienstes der Stadt Honiara warten seit September 2002 auf ihren Lohn. Mittlerweile sind fast 10 Lohnzahlungen, Überzeit- und andere Vergütungen ausstehend.

09.02.03 Das "Swiss Team" in Honiara am 3. Februar 2003

Zur Vergrösserung Bilder anklicken.

vlnr: Nora Monnier, Rahel Meier, Ernst Knellwolf, Theodor von Fellenberg, Christian Himmelberger, Kurt Brauchli, Hermann Oberli, Kurt Meier Von links nach rechts: Nora Monnier (Studentin, Chirurgie), Dr. Rahel Meier (Volontärärztin, Chirurgie), Ernst Knellwolf (Elektroingenieur), Dr. Theodor von Fellenberg (Volontärarzt, Chirurgie), Dr. Christian Himmelberger (Volontärarzt, Chirurgie), Kurt Brauchli (Telepathologie), Dr. Hermann Oberli, Kurt Meier (Assistent von Ernst Knellwolf)
Familie von Fellenberg Familie von Fellenberg (von links nach rechts: Theodor, Melissa, Nathalie und Eva) verbringt etwa sechs Monate auf den Salomonen.

16.02.03 Reduzierter Betrieb im Spital in Gizo [Quelle: SIBC News]

Da die Angestellten des Spitals in Gizo in der Western Provinz die drei letzten Lohnzahlungen nicht erhalten haben, brauchen sie Zeit andere Wege zu finden, um ihre Familien ernähren zu können. Deshalb muss der Betrieb des Spitals reduziert werden.

20.02.03 Reduzierter Betrieb im Spital in Buala [Quelle: SIBC News]

Da auch die Angestellten des Spitals in Buala in der Provinz Isabel ihre Lohnzahlungen nicht erhalten, haben sie beschlossen, von Montag bis Freitag von 13.00 bis 16.30 frei zu nehmen, um auf anderen Wegen ihre Familien zu ernähren (z.B. durch Arbeit in ihren Gärten).

12.03.03 Keine Impfstoffe für Neugeborene [Quelle: RNZI News]

Seit einer Woche können Neugeborene nicht mehr geimpft werden, weil es im Land keine Impfstoffe mehr gibt. Nachschub (dank japanischer Hilfe) wird Ende des Monats erwartet.

08.04.03 Medikamentenspende aus Taiwan [Quelle: SIBC News]

Der Botschafter von Taiwan hat heute Gesundheitsminister Benjamin Una offiziell etwa fünf Schachteln mit Grundmedikamenten und Antibiotika übergeben. Die Spende kommt von der Vereinigung der taiwanesischen Pharmahersteller.

11.04.03 Medizinische Ausrüstung eingetroffen [Quelle: SIBC News]

Medizinische Ausrüstung für total 280 Gesundheitszentren, Kliniken und Sanitätsstationen im ganzen Land ist gestern im nationalen Medikamentenlager eingetroffen. Bereits wurde einiges Material an verschiedene Orte in einigen Provinzen verteilt. Die restliche Verteilung erfolgt nach Verfügbarkeit von Transportmitteln. Das Material im Wert von mehr als SBD 1'000'000 wurde im Rahmen eines AusAid Projektes geliefert.

16.04.03 Medikamente und Verbrauchsmaterial eingetroffen [Quelle: SIBC News]

Heute wurde dem Gesundheitsministerium eine grosse Lieferung von Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial übergeben. Die Verteilung im ganzen Land erfolgt so bald wie möglich. Diese Lieferung im Wert von SBD 3'200'000 ist ebenfalls Teil des oben erwähnten AusAid Projektes.

22.04.03 Taiwan unterstützt Wiederaufbau des Gesundheitswesens [Quelle: RNZI News]

Taiwan unterstützt den Wiederaufbau des Gesundheitswesens der Salomon-Inseln mit USD 500'000.

26.04.03 NRH Notfallstation ohne Antibiotika [Quelle: SIBC News]

Die Notfallstation des National Referral Hospitals in Honiara hat zur Zeit keine Antibiotika mehr. Der Chefpfleger bat die Bevölkerung auf ihre Gesundheit zu achten und Unfälle zu vermeiden.

29.04.03 Antibiotika unterwegs [Quelle: RNZI News]

Laut dem Direktor des Arzneimitteldienstes der Salomon-Inseln werden diese Woche neue Antibiotika eintreffen. Ersatzmedikamente für eine erste Notfallversorgung seien aber genügend vorhanden.

12.05.03 Neuer Generator für Spital in Sasamunga [Quelle: PFnet News]

Der neue (von Japan finanzierte) Generator wurde letzte Woche im Spital von Sasamunga (Provinz Choiseul) installiert und funktioniert einwandfrei.

14.05.03 Deutschland spendet Gastroskop [Quelle: SIBC News]

Botschafter Dr. Klaus Peter Klaiber von der deutschen Botschaft in Canberra, Australien, hat heute dem NRH ein Gastroskop im Wert von etwa AUD 23'000 übergeben. Das alte Gerät war vor fünf Monaten zusammengebrochen und ein Ersatz war nicht verfügbar.

18.05.03 Schweizer Elektriker an der Arbeit

Thomas und Andreas

Thomas Hodler und Andreas Gisler, zwei Schweizer Elektrikerlehrlinge im 4. Lehrjahr, arbeiten drei Wochen lang auf den Salomon-Inseln. Sie haben bereits die Pumpe und die Steuerung für die Regenwassertanks im NRH installiert. Jetzt arbeiten Sie an den Elektroinstallationen im Spital in Gizo.

Alle Kosten für Ihren Einsatz (Reisekosten etc.) sowie verschiedenes Material wurden von ihrem Arbeitgeber, den Elektrizitätswerken Altdorf, übernommen.

Unser Dank geht an alle, die zu dieser erfolgreichen Aktion beigetragen haben.



26.05.03 Erfolgreicher Einsatz der Schweizer Elektriker

Dr. Oberli schreibt:

Der Einsatz von Thomas Hodler und Andreas Gisler war ein absoluter Erfolg. Unter schwierigen Bedingungen haben die beiden jungen Männer ruhig und zielbewusst gearbeitet, nichts konnte sie aus der Fassung bringen. Sie verdienen unseren grossen Respekt für diese Leistung. Am Samstag sind sie wohlbehalten aus Gizo zurückgekehrt. Schon ist die "Solomon Time" für die beiden Elektriker abgelaufen, morgen fliegen sie ab und werden unvergessliche Erinnerungen zurücknehmen. Herzlichen Dank an alle, die in irgend einer Weise zum guten Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.

Die Kosten für diesen Einsatz wurden von den Elektrizitätswerken Altdorf übernommen.

04.06.03 Japan spendet Impfstoffe für Kinder [Quelle: SIBC News]

Das Gesundheitsministerium hat heute von der japanischen Regierung eine Lieferung von Impfstoffen für Kinder im Wert von SBD 500'000 erhalten. Es handelt sich um Impfstoffe gegen Keuchhusten, Dipherie, Kinderlähmung, Masern, Starrkrampf und Hepatitis B, die von der Japan International Cooperation Agency beschafft und geliefert wurden. Damit können die Impfungen von Neugeborenen wieder aufgenommen werden (siehe Meldung vom 12.03.03). Die Impfstoffe sollten für etwa ein Jahr reichen.

08.06.03 Unterstützung gegen Malaria für die Salomon-Inseln und Vanuatu [Quelle: SIBC News]

Die Salomon-Inseln und Vanuatu werden vom Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis & Malaria Unterstützung gegen Malaria erhalten.

Aus der Global Fund Pressemitteilung vom 05.06.03 (Übersetzung aus dem Englischen von Vito Corti):

Eine Unterstützung im Betrage von beinahe US$ 2.5 Millionen für die Salomon-Inseln und Vanuatu, die beide zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt zählen und mit einer extrem hohen Zahl von Malariafällen kämpfen, wird Malariauntersuchungsdienste in Gegenden bringen, die von bisherigen Malariabekämpfungsprogrammen noch nicht erfasst worden sind, wobei besonderes Gewicht auf die Verhütung von Malaria bei Kindern und schwangeren Frauen gelegt wird. Das Programm stützt sich auf Kirchen- und Dorfführer, um die Dorfgemeinschaften aufzuklären und für die Bekämpfung der Malaria zu gewinnen, und die Privatwirtschaft, um die Verwendung von behandelten Mosquitonetzen zu fördern und diese zu verteilen.

13.06.03 Abschied von zwei ausländischen Ärzten [Quelle: SIBC News]

Heute hat sich das medizinische Personal des National Referral Hospitals von zwei ausländischen Ärzten verabschiedet, die beide 10 Jahre - auch während den ethnischen Spannungen - auf den Salomonen gearbeitet und viele Leben gerettet haben.

Dr. Hermann Oberli aus der Schweiz hat sich massgeblich für die Chirurgie und andere Abteilungen des Spitals eingesetzt. Er bildete lokale Ärzte aus und veranlasste den Bau der Fracture Clinic, die eine Schwester gerne als "Oberli Flügel" bezeichnet haben möchte. Weiter beschaffte er Mittel für den Kauf von Medikamenten, brachte Schweizer Volontärärzte ins Land und unterstützte mit Schweizer Spendengeldern die Ausbildung von Schwestern in den Helena Goldie und Malu'u Schwesternschulen.

Dr. Shah aus Indien hat seine ganze Zeit der Anästhesie gewidmet.

Beide werden mit ihren Familien das Land schon bald verlassen.

16.06.03 Stille Hilfe aus der Schweiz [Quelle: SIBC News]

Anlässlich der Abschiedsfeier für Dr. Oberli und Dr. Shah haben Chirurgen, Schwestern und Zahnärtze des National Referral Hospitals in ihren Abschiedsreden auf die unspektakuläre aber wichtige Unterstützung des Spitalbetriebs mit Gütern und Personal aus der Schweiz während und nach der Zeit der ethnischen Spannungen aufmerksam gemacht.

Erwähnt wurden die Spenden von Ausrüstung für die Zahnklinik, die Lieferung von Medikamenten im Wert von Tausenden von Dollars, bevor Neuseeland, Japan und Australien die Versorgung übernahmen, und der Einsatz von freiwilligen Helfern aus der Schweiz, als viele einheimische Ärzte das Land verliessen.

Dies alles kam durch die ständigen Bemühungen und vielfältigen Beziehungen von Dr. Hermann Oberli zustande. Aber Dr. Oberli tat nicht nur sehr viel für die medizinische Versorgung des Landes, sondern half auch in anderen Bereichen. So unterstützte er den Bau einer Primarschule auf Utupua, die nun unter dem Namen "Messerli Memorial School" bekannt ist, und setzte sich in den späten 1990er Jahren für den Bau von Solaranlagen in zwei Dörfern an der Südküste von Guadalcanal ein.

16.06.03 Schwarze Farbe gegen Zahnzerfall? [Quelle: SIBC News]

Seit vielen Jahren färben die Bewohner von Toabaita in Nordmalaita ihre Zähne schwarz, um sie gegen Zerfall zu schützen. Die Farbe besteht aus lokal verfügbaren Stoffen.

Ein Zahnarzt am NRH bestätigte, dass die so gefärbten Zähne weniger schnell von Karies befallen werden.

Zahnarzt Kaspar Oberli aus der Schweiz, Sohn von Hermann Oberli, hat nun die Wirkung dieser Schwarzfärbung in Zusammenarbeit mit lokalen Zahnärzten wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden später veröffentlicht.

19.06.03 Ein Kindergarten im Spital

Rahel Leimbacher, Kindergärtnerin und Volontärin aus der Schweiz, arbeitet jeden Morgen mit Begeisterung und sehr grossem Erfolg mit den Kindern im National Referral Hospital.

Rahel Leimbacher mit den Kindern Rahel Leimbacher bei der Arbeit
Rahel Leimbacher mit ihren Kindergärtnern Manchmal freuen sich die Erwachsenen fast mehr als die Kinder...

21.06.03 An der Arbeit
Martin Keller Rooney Jagilly und Gregor Hutter
Martin Keller, cand. med. Chirurgie Gregor Hutter (rechts), cand. med., assistiert Dr. Rooney Jagilly in der Chirurgie
Matthias Walting Hermann Oberli
Dr. Matthias Walting, Volontärarzt Chirurgie Dr. Hermann Oberli mit einigen seiner Patienten in der Kinderabteilung

21.06.03 Dr. Oberlis letzte Operation

Hüftarthrodese (Assistiert durch Dr. Patrick, cand. med. Keller und Instr. Sr. Elisabeth)

Operation Team
(vlnr) Dr. Patrick, Dr. Oberli, cand. med. Keller, Instr. Sr. Elisabeth Operationsende am Freitag 20.06.03, 18:00

24.06.03 Zusammenarbeit im Kampf gegen Malaria [Quelle: SIBC News]

Zur Zeit befinden sich zwei Ärzte aus Papua-Neuguinea in Honiara, um eine Zusammenarbeit im Kampf gegen die Malaria abzuklären.

24.06.03 Dr. Oberli abgereist

Heute hat Dr. Oberli die Salomon-Inseln verlassen.

27.06.03 Verschwundene Medikamente [Quelle: RNZI News]

Dringend benötigete Medikamente fehlen. Das Gesundheitsministerium will den Grund für den Mangel abklären. Es besteht der Verdacht, dass die Medikamente gestohlen und verkauft wurden.

Am National Referral Hospital fehlen zur Zeit Lidocain und Vitamin K. Werdende Mütter werden gebeten, sich nach Lokalanästhetika umzusehen, bevor sie zum Gebären ins Spital komnmen.

30.06.03 Streik beim Gesundheitsdienst von Honiara [Quelle: SIBC News und RNZI News]

Seit heute sind alle Stadtkliniken (Ambulatorien) von Honiara geschlossen. Die Angestellten warten auf sieben oder sogar neun ausstehenden Löhne (Löhne sollten alle zwei Wochen bezahlt werden). Laut Stadtverwaltung sind beim Pflegepersonal nur drei Löhne ausstehend, von denen nun AusAID zwei und die Stadt einen bezahlen will. Verhandlungen mit der Gewerkschaft sind noch im Gang.

Die Patienten wurden gebeten, das National Referral Hospital aufzusuchen. Dies löste beim NRH gar kleine Freude aus, da Personal und Mittel in der Tagesklinik ohnehin knapp sind.

Betroffen vom Streik ist auch der Betrieb einer Abfalldeponie.

30.06.03 In Malaita werden die Medikamente knapp [Quelle: SIBC News]

Dem Kilu'ufi Spital bei Auki fehlt es schon bald an Grundmedikamenten wie Antibiotika, Psychopharmaka, TB Medikamente, Lignocaine sowie ganz normalem Verbrauchsmaterial. Nachschub wurde beim nationalen Medikamentenlager in Honiara bestellt, aber es scheint nichts verfügbar zu sein.

Kilu'ufi muss den Betrieb einstellen, wenn bis zum 4. Juli kein Nachschub eintrifft.

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Kommunikationsprobleme

01.01.03 Probleme mit unserem E-Mail

Zur Zeit gibt es Probleme mit unserem E-Mail. Mails an z.B. info@hermannoberli.ch werden als unzustellbar zurückgewiesen. Bitte verwenden Sie bis zur Behebung des Problems unser Formular.

02.01.03 Probleme mit unserem E-Mail behoben

Das Problem mit unserem E-Mail wurde behoben. Mails an z.B. info@hermannoberli.ch funktionieren wieder normal.

21.01.03 Probleme mit Dr Oberlis Telefon und E-Mail

Dr. Oberlis privates Telefon funktioniert seit dem 16. Januar nicht mehr und er kann an seiner privaten E-Mailadresse keine Mails senden oder empfangen. Bitte senden Sie dringende Mails bis auf weiteres an die Pathologieadresse (obschon auch diese nicht ohne Probleme zu sein scheint). Sie können dringende Mails für Dr. Oberli auch an den Webmaster senden, sie werden umgehend weitergeleitet.

22.01.03 Dr. Oberlis Telefon und E-Mail wieder in Ordnung

Dr. Oberlis privater Telefonanschluss und E-Mailzugang sind wieder in Ordnung.

14.02.03 Probleme mit Dr. Oberlis E-Mail

Dr. Oberlis privates E-Mail funktioniert seit einiger Zeit nicht mehr. Bitte senden Sie dringende Mails bis auf weiteres an die Pathologieadresse. Sie können dringende Mails für Dr. Oberli auch an info@hermannoberli.ch senden, sie werden umgehend weitergeleitet.

28.02.03 Mehr Mail Probleme

Dr. Oberlis PC in der Pathologie ist am 24.02.03 zusammengebrochen, die Mails sind verloren. Wenn Sie in der Zeit vom 10.02.03 bis 25.02.03 ein wichtiges Mail an Dr. Oberlis Pathologieadresse gesandt haben, oder eine Anfrage noch nicht beantwortet worden ist, sollten Sie Ihr Mail nochmals an dieselbe Adresse senden.

Das private Mail von Dr. Oberli funktioniert immer noch nicht, der Server des Mailproviders ist zusammengebrochen. Bitte im Moment keine Mails oder Kopien an die private Adresse senden.

Mails an die nrh-Adresse oder hermannoberli.ch sind nicht betroffen.

03.03.03 Mehr über Oberlis Mail Probleme

Oberlis haben zur Zeit nach wie vor keinen direkten Zugriff auf ihr privates Mailkonto, d.h. sie können zuhause keine Mails empfangen oder senden. Entgegen der ersten Annahme scheint der Server beim Mailprovider, der Mails für die Oberlis entgegennimmt, aber noch zu funktionieren und es sollten auch keine Mails verlorengegangen sein.

09.03.03 Kontaktformular Probleme

Leider gab es Probleme mit dem Weiterleiten von Kontaktformularen. Falls Sie zwischen Montag, 03.03.03 und Sonntag, 09.03.03 das Formular benutzt, aber keine Antwort erhalten haben, nehmen Sie bitte nochmals mit uns Kontakt auf.

14.03.03 Dr. Oberlis E-Mail wieder in Ordnung

Nach längerem Unterbruch funktioniert Dr. Oberlis privater E-Mailzugang wieder einigermassen.

17.05.03 Mail Probleme

Am Freitag, 16.05.03 und Samstag, 17.05.03 gab es leider vorübergehend ein Problem mit Mails an hermannoberli.ch. Mails wurden zurückgewiesen und Formulare haben uns u.U. nicht erreicht. Bitte kontaktieren Sie uns nochmals, wenn Ihr Mail zurückgewiesen wurde oder Sie auf Ihre Anfrage keine Antwort erhalten haben.

30.06.03 Mail Probleme

Von Mittwoch, 25.06.03 bis Sonntag, 29.06.03 gab es Probleme mit dem Mailserver von hermannoberli.ch. Einige Mails und Formulare haben uns u.U. nicht erreicht. Bitte kontaktieren Sie uns nochmals, wenn Sie auf Ihre Anfrage keine Antwort erhalten haben oder auf Ihr Formular nicht reagiert wurde. Danke für Ihr Verständnis.

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Medien und Berichte

09.01.03 Neu auf unserer Website
  • Der neue Erfahrungsbericht "Life is Motion and Motion is Life" von drei Studentinnen
  • Die Antworten einer ehemaligen Assistenzärztin (FR9801) und einer weiteren Studentin (FS0203) zu unserem Fragebogen. Füllen auch Sie den Fragebogen aus, wenn Sie auf den Salomon-Inseln waren, auch wenn es schon länger her ist!
  • Ein Hinweis auf unserer Bücherseite auf das Buch "Archipel Sehnsucht", in dem auch ein Beitrag über Tikopia zu finden ist.
  • Eine Karte der Salomon-Inseln, auf der man sogar Tikopia und Anuta finden kann.
27.03.03 Neu auf unserer Website
  • "Das Palmendach", ein Bericht von Philipp Honigmann über das Kiwi-House.
  • Schnappschüsse von Philipp Honigmann aus dem Spital in Honiara.
  • Drei neue Bücher auf unserer Bücherseite: das Südsee Reisehandbuch und das South Pacific Handbook, zwei Reiseführer, und das Buch "The Cruise of the Snark" von Jack London.
13.04.03 Neu auf unserer Website 19.04.03 Neue Bilder

Leitungswasser in Honiara

Das Bild links zeigt, wie Leitungswasser in Honiara manchmal aussieht. Zum Regenwassertank-Projekt gibt es nun ebenfalls Bilder.



15.05.03 Bemerkungen zum Artikel in der NZZ

Betrifft: Artikel Düstere Zeiten für die Salomoninseln von gd. Sydney, 14. Mai; NZZ Nr. 111, Donnerstag 15. Mai 2003, Vermischte Meldungen, Seite 52

Die im Südpazifik gelegenen Salomoninseln sind seit Montag ohne Banken. Und es dürfte noch einige Zeit dauern, bis sich der Zahlungsverkehr normalisiert.

Das war am Montag richtig, aber am Dienstag, 13.05.03 haben die Central Bank of Solomon Islands (die Notenbank), die National Bank of the Solomon Islands (einheimische Bank) und die Westpac Bank den Betrieb bereits wieder aufgenommen. Am gleichen Tag wurden von der Polizei drei führende Mitglieder des Familiy Charity Fund festgenommen. Am Mittwoch, 14.05.03 war auch die ANZ Bank wieder geöffnet, die am meisten von den Drohungen betroffen war.

Das seit 1978 unabhängige Land, das bis vor wenigen Jahren den Vorstellungen eines Südseeparadieses entsprochen hat, zählt rund 300 000 Einwohner...

Schon eher gegen 500'000, schon 1999 waren es laut Zählung 409'000.

Ärzte und Lehrer verlassen das unsicher gewordene Land.

Das ist kein neues Problem (siehe Meldungen vom 20.03.02 und 10.07.02) und hängt wohl zu einem guten Teil mit den finanziellen Anstellungsbedingungen zusammen (kleiner Lohn, der sehr oft nicht zur Zeit bezahlt wird).

03.06.03 Neu auf unserer Website

20.-27. Mai 2003: Solomon Islands, ein Reisebericht von Albert und Renate Mehr.

11.06.03 Bemerkungen zum heutigen Artikel in der NZZ

Betrifft: Artikel Australische Truppen für die Salomoninseln? von gd. Sydney, im Juni; NZZ Nr. 132, Mittwoch 11. Juni 2003, Ausland, Seite 7.

Die Banken wurden vorübergehend geschlossen, ...

Darauf wurde bereits früher eingegangen.

Der Artikel mag den Eindruck erwecken, dass sich die Lage auf den Salomon-Inseln in letzter Zeit dramatisch verschlechtert haben muss. Das ist aber nicht der Fall, im Gegenteil, die Lage hat sich eher etwas beruhigt. Allerdings sind die grundlegenden Probleme (z.B. Korruption, ständiger Geldmangel, darniederliegende Privatwirtschaft) nicht verschwunden und dehalb ist Australien inzwischen der Ansicht, dass solche kleinen Verbesserungen nicht genügen, damit sich der Staat längerfristig aus eigener Kraft aus der Krise ziehen kann, sondern dass das nur mit Hilfe von aussen möglich ist. Ein Solomon Islander meint im unten erwähnten Bericht: "Wie kann man erwarten, dass ein ertrinkender Mann sich selbst rettet?"

Zuvor hatte Australien sich lange unter gar keinen Umständen in die internen Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen wollen, u.a. auch um den Eindruck einer Rekolonialisierung zu vermeiden. Eine solche Einmischung von aussen sieht Australien daher auch heute eher als multinationale Aufgabe verschiedener Staaten, die nur dann in Frage kommt, wenn die Solomon Islander selbst damit einverstanden sind. Dieses Einverständnis ist, wie im Bericht erwähnt, auf den Salomonen vielerorts bereits vorhanden.

Die neue Sichtweise Australiens kommt im Papier des Australian Strategic Policy Institute unter dem Titel One of Our Neighbors is Failing zum Ausdruck. Das Papier zeigt, warum ein solches Vorgehen unter den entsprechenden Voraussetzungen angebracht ist, was ein solcher Einsatz umfassen müsste und wie er aussehen könnte. Die bestehenden Probleme werden aufgezeigt (Chapter 3) und zwei Solomon Islander äussern ihre Ansichten (Chapter 4, A Solomon Islands perspective). Das Papier ist recht umfangreich, gibt aber ein gutes Bild und zeigt die Chancen und Risiken eines solchen Unternehmens. Lesenswert, wenn Sie sich für die Hintergründe interessieren.

Zuvor schon hatte ein Bericht des Center for Independent Studies mit dem Titel Australian Aid Has Failed the Pacific für Unruhe in den australischen Medien und den Pazifikinselstaaten gesorgt. Dieser Bericht vertrat die (provokative) Auffassung, dass Australien alle Hilfe an die Pazifikstaaten einstellen sollte, nur so würden diese gezwungen, wirklich etwas zur Verbesserung ihrer Lage zu unternehmen. Diesem Bericht wurde von AusAID vorgeworfen, dass er teilweise auf veralteten Angaben beruhe. Im ebenfalls lesenswerten Bericht ist von vielen Pazifikstaaten die Rede, nicht nur von den Salomon-Inseln.

15.06.03 Neu auf unserer Website

Deux Genevois à Honiara: l'arrivée, ein Bericht von Jessica Delarue.

21.06.03 Neu auf unserer Website

Zwei Bilder von der Abschiedsparty im Spital

27.06.03 Neu auf unserer Website

Ein weiterer ausgefüllter Fragebogen.

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Projekte

27.03.03 Erfolgreiche Kursbesuche

Dr. Rooney Jagilly

Dr. Rooney Jagilly hat den AO-ASIF Kurs "Principles of Operative Fracture Treatment" in Port Moresby, Papua Neuguinea, besucht und erfolgreich abgeschlossen. Der Kurs ist spezifisch auf die Situation der Entwicklungsländer abgestimmt.



vlnr: Cathy Connolly, Elizabeth Rongo, Dency Saohu und Dr. Ian Harris

Zwei Operationsschwestern, Elizabeth Rongo (2. von links) und Dency Saohu (3. von links) haben den AO-AISF Kurs "Basic Course for Operating Room Personnel" in Sydney, Australien besucht und erfolgreich abgeschlossen.



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