Frühere Aktualitäten Januar - Juni 2004

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Allgemeine Nachrichten von den Salomon-Inseln

16.01.04 Mangel an Mehl und Brot in Honiara [Quelle: PFnet News]

In Honiara herrscht zur Zeit ein akuter Mangel an Brot und Mehl. Für ein Sandwich soll man bis zu SBD 35 bezahlen müssen, da das Brot aus anderen Provinzen eingeführt werden muss.

Im Oktober schloss der australische Brot- und Biskuithersteller Goodman Fielder Industries wegen mangelnder Rentabilität seine Brotfabrik in Honiara und seither scheint niemand grössere Mengen von Mehl importiert zu haben.

25.01.04 Sechs Monate nach Beginn der Interventionsmission [Quelle: PFnet, RA, RNZI und SIBC News]
  • Ein ehemaliger Anführer der Isatabu Freedom Movement (IFM), George Grey wurde verhaftet und angeklagt.
  • Die rechte Hand des Malaita Eagle Force (MEF) Anführers Jimmy "Rasta" Lusibaea, Rocky Bebesi wurde verhaftet.
  • Ein Verdächtiger in einem Mordfall an einem Guadalcanal Milizenführer im Jahre 2001 wurde erneut verhaftet und angeklagt. Er war einige Wochen nach dem Mord verhaftet, später aber von der MEF wieder freigelassen worden.
  • Ein ehemaliger Angestellter der Solomon Telekom und Mitglied der MEF wurde verhaftet und wegen erpresserischen Drohungen gegen seinen damaligen Arbeitgebers angeklagt.
  • Ein Bankmanager und zwei Polizeibeamte wurden zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Um einen Diebstahl von SBD 22'000 zu vertuschen, hatte der Manager zwei Polizisten bezahlt, die Niederlassung der National Bank of Solomon Islands in Tulagi anzuzünden.
  • Bis heute wurden mehr als 3'800 Waffen abgegeben.
  • Alle registrierten Flüchtlinge von der Südküste Guadalcanals haben das Lager ausserhalb Honiaras verlassen und sind in ihre Dörfer zurückgekehrt.
  • Die Strassen in Honiara sind heute leider wieder stärker verschmutzt.
06.02.04 Flugbenzin knapp [Quelle: SIBC News]

Weil das Flugbenzin knapp wurde, mussten seit letzter Woche die Inlandflüge reduziert werden. Nächste Woche sollte Nachschub eintreffen, sodass ab dem 12. Februar wieder alle Flüge planmässig verkehren sollten.

16.02.04 Leben in Honiara

Franziska Holenstein, Schweizer Volontärärztin am NRH in Honiara, schreibt:

Nun hat wohl auch die Regenzeit (etwas verzögert) richtig eingesetzt, letzte Woche gab es mehrmals sintflutartige Regenfälle, die mehr oder weniger alle Strassen überschwemmten. Auch die Röntgenabteilung im Spital wurde überschwemmt, wir kriegen seit drei Tagen keine Röntgenbilder mehr. Allerdings war da nicht der Regen Schuld, es liess jemand einen Wasserhahn offen! Auch mit der Elektrizität gab es die letzten Tage Probleme. Wie ich gehört habe, lag das wohl an der Dieselknappheit und so wurde der Strom mehrere Stunden pro Tag abgestellt. Im Moment scheint sich die Situation wieder zu normalisieren. Ach ja, und Brot kann man auch wieder problemlos kaufen, die mageren Zeiten sind vorbei!

25.02.04 Sieben Monate nach Beginn der Interventionsmission [Quelle: PFnet, RA, RNZI und SIBC News]
  • Ein Minister wurde zu total fünf Jahren Gefängnis verurteilt: drei Jahre für Erpressung unter Androhung von Gewalt, zwei Jahre wegen Tätlichkeit gegen eine neuseeländische Polizeibeamtin und anderen Vergehen bei seiner Verhaftung.
  • Ein hoher Polizeioffizier und ehemaliger Anführer der Malaita Eagle Force wurde wegen mehrfacher Körperverletzung und Drohung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.
  • Zwei höhere Polizeioffiziere wurden wegen Diebstahls eines Regierungsfahrzeuges zu je zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
  • Ein weiteres führendes Mitglied des Family Charity Trust wurde zu zwei Jahren Gefängnis und SBD 100'000 Busse verurteilt.
  • Bis heute wurden 940 Personen verhaftet und 1'630 Anklagen erhoben, davon 52 wegen Entführung und Mord.
  • 18 Tonnen in der Goldmine auf Guadalcanal gestohlener Sprengstoff wurden von der Polizei vernichtet (gesprengt).
  • Auf den Salomonen sind noch 730 Militärpersonen stationiert. Bei den ausländischen Polizeikräften werden neu auch Polizisten aus Papua Neuguinea und Nauru Dienst leisten.
  • Dank der verbesserten Ruhe und Ordnung hat die EU wieder Hilfsgelder freigegeben.
  • Neuseeland stellt für 2004 USD 7 Millionen für Erziehung und Unterricht zur Verfügung.
  • Papua Neuguinea stellt USD 171'000 für die Ausbildung von Studenten in Papua und USD 685'000 für den Betrieb einer diplomatischen Mission in Port Moresby zur Verfügung.
  • Die Inflation hat vom Juni bis Dezember 2003 stetig abgenommen. Im Dezember lag sie bei etwa 4%. Im Januar 2004 hat sie wieder leicht zugenommen, liegt aber immer noch weit unter dem Spitzenwert von 15% im Januar 2003.
  • Im Dezemberquartal 2003 lagen die Staatsausgaben 14% unter den Prognosen.
  • 2003 besuchten 1'718 Touristen das Land, 60 mehr als im Jahr zuvor.
  • Das Aussenministerium von Neuseeland hat seine Reisehinweise der neuen Lage angepasst.
  • Offenbar gibt es noch 350 Flüchtlinge in Honiara, die noch nicht an die Südküste von Guadalcanal zurückgekehrt sind.
05.03.04 Merkwürdige Universität [Quelle: RA News]

Seit etwa Herbst 2003 wirbt eine Website für die private "King's University Medical School Solomon Islands Campus", aber ein Reporter von Radio Australia in Honiara sagt, ein solcher Campus, wie er auf der Website abgebildet ist, existiere nicht und die angegebene Telefonnummer in Honira sei ausser Betrieb.

25.03.04 Acht Monate nach Beginn der Interventionsmission [Quelle: PFnet, RA, RNZI und SIBC News]
  • Vika Koto, Partnerin des ehemaligen MEF (Malaita Eagle Force) Führers Jimmy "Rasta" Lusibaea, wurde verhaftet und wegen zweifachen Mordes angeklagt.
  • Ein zweiter Vizepolizeipräsident wurde verhaftet und wegen Entführung, Einschüchterung und Falschaussagen angeklagt.
  • Ein zweiter höherer Polizeioffizier wurde wegen Vergewaltigung und Körperverletzung verhaftet.
  • Ein einheimischer Geschäftsmann wurde wegen Geldforderung unter Drohung angeklagt.
  • Es wurde eine Polizeirekrutierungskampagne gestartet mit dem Ziel, etwa 100 qualifizierte Polizisten (die Hälfte davon Frauen) zu rekrutieren. Es wurden etwa 1000 Anmeldungsformulare ausgegeben.
  • Ein australischer Polizeioffizier der Interventionsmission wurde wegen ungebührlichen Verhaltens nach Hause geschickt.
  • Das Finanzministerium stellt eine Zunahme der Zahlungseingänge fest, viele Leute begleichen ihre Schulden bei der Regierung. Im Januar gab es einen Einnahmenüberschuss von SBD 9,3 Millionen.
  • Alle ehemaligen Flüchtlinge von der Südküste Guadalcanals sollen nun in ihre Dörfer zurückgekehrt sein.
  • Die Interventionstruppen wurden von der Südküste Guadalcanals abgezogen. Die Polizeikräfte übernehmen die Sicherung des Gebiets.
25.04.04 Neun Monate nach Beginn der Interventionsmission [Quelle: PFnet, RA, RNZI und SIBC News]
  • Ein weiterer ehemaliger Anführer der Malaita Eagle Force wurde wegen Entführung, Raub und verschiedenen anderen Vergehen verhaftet.
  • Ein ehemaliges Mitglied einer Spezialpolizeieinheit wurde wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Waffentragens im Jahr 2003 verhaftet. Er war aus der Polizei ausgetreten, hatte sich aber bei der Rekrutierungsaktion wieder gemeldet und wurde einige Zeit später verhaftet.
  • Ein Mann wurde wegen Entführung und Mord im Jahr 2000 verhaftet und ein ehemaliger Schulleiter wurde wegen Verdachts auf Unterschlagung von Schulgeldern festgenommen.
  • Bis heute gab es Untersuchungen gegen 400 Mitglieder der Polizeikräfte, zu Beginn der Interventionsmission waren es 17.
  • Abklärungen ergaben, dass in den Jahren 2002 und 2003 SBD 55 Millionen ungerechtfertigte und illegale Zahlungen an Polizisten gemacht worden sind. Etwa die Hälfte der Zahlungen stammt nicht von der Regierung.
  • Von 235 Polizeianwärtern haben 158 (etwa die Hälfte davon Frauen) erfolgreich die erste Phase der Prüfungen bestanden und treten nun in die zweite Phase über.
  • Polizisten von Tuvalu und Naura sind nun Teil der internationalen Polizeitruppe auf den Salomonen. Der Einsatz von Polizisten aus Papua Neuguinea verzögert sich.
  • Das für drei Monate geleaste Schiff "Jackpot" steht der Polizei und anderen Regierungsstellen zur Verfügung, um auch weiter entfernte Orte erreichen zu können.
  • Im letzten Jahr gab es seit 1999 zum ersten Mal wieder ein Wirtschaftswachstum, und zwar von fast 4%.
  • Im Februar gab es einen Einnahmenüberschuss von SBD 9,3 Millionen, vor allem weil die Ausgaben unter den Erwartungen lagen.

    Die Zahlen für das Gesundheitsministerium
    (in Millionen SBD)

    Zeitraum budgetiert tatsächlich
    Budget 2004 69,5 -
    Februar 2004 5,8 2,7
    Januar - Februar 04 11,6 6,3

  • Die Jahresteuerung stieg von 5,6% für die Zeit von Dezember 03 bis Februar 04 auf 6,9% für die Zeit von Januar bis März 04.
  • An der Südküste von Guadalcanal scheinen in einigen Dörfern die Nahrungsmittel knapp zu werden, da die mitgebrachten Lebensmittel der ehemaligen Flüchtlinge aufgebraucht sind, die neu angelegten Gärten aber noch keine Nahrung liefern.
10.05.04 Neuigkeiten aus Honiara

Volontärärztin Franziska Holenstein schreibt:

Die einzige Neuigkeit, die ich habe, ist, dass die Regenzeit nun endlich vorbei ist! Und dass die Ausscheidungsspiele im Fussball für Ozeanien begonnen haben. Das macht ziemlich Spass, sich diese Spiele anzusehen, das Feld ist gleich neben dem Spital.

Es sind die ersten Fussball Weltcup Spiele in Honiara seit Beginn der Unruhen. Am 19. Mai liegen die Salomonen in der Gruppe 1 (Salomon-Inseln, Tahiti, Neukaledonien, Tonga und Cook-Inseln) mit 10 Punkten vor Tahiti mit 8 Punkten. Die folgende Runde findet in Adelaide statt.

17.05.04 Wieder Stromunterbrüche in Honiara [Quelle: Radio Australia]

Wegen schwindender Dieselvorräte sind laut Radio Australia einige Gebiete von Honiara den grösseren Teil des Tages ohne Strom. Einige Geschäftsinhaber mussten deswegen den Verkauf von verderblichen Waren, wie z.B. Glace, einstellen.

25.05.04 Zehn Monate nach Beginn der Interventionsmission [Quelle: PFnet, RA, RNZI und SIBC News]
  • Die Militäreinheiten (nicht aber die Polizei und Zivilpersonen) der Interventionsmission werden möglicherweise Ende Juli abgezogen.
  • An der Wetterküste wurden etwa 30 Opfer der Unruhen zur genauen Untersuchung exhumiert.
  • Ein Geschäftsmann wurde wegen Bestechung von Zollbeamten verhaftet.
  • Seit Beginn der Interventionsmission wurden 1'700 Persone verhaftet, was zu einer starken Belastung der Gerichte geführt hat.
  • Die Produktion von kleinen Kopraproduzenten betrug letztes Jahr beinahe 14'000 Tonnen gegenüber fast 8'000 Tonnen im Vorjahr.
  • Letztes Jahr wurde doppelt soviel Holz (hauptsächlich Rosenholz) exportiert wie im Jahr zuvor.
  • Etwa SBD 6 Millionen, die eine Holzfirma letztes Jahr an Gebühren bezahlt haben soll, sind offenbar nie in der Staatskasse angelangt.
  • Die durchschnittliche Teuerungsrate für 2003 war 10,1%.
  • 2003 wurde das Budget um mehr als SBD 305 Millionen überschritten.
  • Im ersten Quartal des Jahres 2004 lagen die Ausgaben unter und die Einnahmen über den Erwartungen. Resultat: SBD 21 Millionen Überschuss.
  • Die Schulden der Salomonen betragen zur Zeit mehr als SBD 1,7 Milliarden.
08.06.04 Go Solo Go! [Quelle: Radio Australia]

Tausende von Solomon Islandern haben ihre Fussballhelden bei der Rückkehr von Australien am Flughafen und in Honiara willkommen geheissen und gefeiert. Sogar das Parlament legte zur Begrüssung eine Pause ein.

Am Sonntag erreichte die Mannschaft in ihrem letzten Spiel gegen Australien in Adelaide ein Unentschieden (1:1) und liegt damit mit 10 Punkten auf dem zweiten Platz nach Australien mit 13 und vor Neuseeland mit 9 Punkten. Damit haben die Salomonen noch die Chance, an der Weltmeisterschaft in Deutschland teilzunehmen. Weitere Details sind auf der FIFA Website zu finden.

08.06.04 Neues von der King's University [Quelle: SIBC News]

In Gizo sollen die ersten 16 Studenten aus Indien eingetroffen sein, die an der umstrittenen King's University mit dem dritten Jahr ihrer Medizinausbildung beginnen wollen. Da der Campus noch nicht existiert, sind sie in einem Hotel untergebracht, wo auch die ersten Vorlesungen stattfinden sollen. Acht Dozenten seien dazu verfügbar.

25.06.04 Perlenschmuckauktion zugunsten des Spitals in Gizo [Quelle: PFnet News]

Am 30. Juni wird in Sydney, Australien, Perlenschmuck mit Zuchtperlen von den Salomon-Inseln versteigert. Bieten aus dem Ausland ist möglich. Der Gewinn geht an das Spital in Gizo.

Addendum: Gemäss dem ACIAR "Partners Magazin" vom September 2004 konnten dem Spital in Gizo etwa AUD 25'000 übergeben werden.

25.06.04 Elf Monate nach Beginn der Interventionsmission [Quelle: PFnet, RA, RNZI und SIBC News]
  • Die Militäreinheiten der Interventionsmission sollen weiter reduziert werden (zur Zeit sind es etwa 650 Mann), jedoch nicht vollständig abgezogen werden, wie früher berichtet wurde.
  • Atoifi (Provinz Malaita) und Buala (Provinz Isabel) erhalten je eine neue Polizeistation.
  • 30 Polizeirekruten (16 davon Frauen) von insgesamt 141, die die Rekrutierungsphase erfolgreich abgeschlossen haben, beginnen im Juli einen Ausbildungkurs. Eine zweite Rekrutierungskampagne läuft in den Provinzen an und ein zweiter Ausbildungskurs soll im September beginnen.
  • Eine neue Polizeieinheit für die Sicherung des Flugplatzes in Honiara ist einsatzbereit.
  • Die EU und Neuseeland werden in den nächsten drei Jahren USD 21 Millionen für die Bildung zur Verfügung stellen.
  • Die Teuerungsrate ist von 6,9% für die Monate Januar bis März auf 7,1% für die Monate Februar bis April angestiegen.
  • Auch im Mai gabe es einen Einnahmenüberschuss von SBD 8,9 Millionen, allerdings nur, wenn man die Schuldzinsen nicht berücksichtig. Auch in diesem Monat waren die Einnahmen höher und die Ausgaben tiefer als budgetiert.
  • Die Staatsangestellten sollen eine (nicht budgetierte) Lohnnachzahlung von 2,5% für das Jahr 2003 erhalten.
  • Nachdem so viele Waffen abgegeben worden sind, soll nun die Zahl der grossen Krokodile (so genannte Menschenfresser) und der Angriffe auf Menschen zunehmen, da die Krokodile nicht mehr gejagt werden.
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Gesundheitsdienst

10.01.04 Rarumana Klinik Gesundheitsstatistik 2003 [Quelle: PFnet News]

Aus der jährlichen Gesundheitsstatistik der Klinik von Rarumana auf Vonavona in der Western Provinz:

  • 301 Fälle von Lungenentzündung (davon 116 bei Kindern unter 5 Jahren)
  • 215 Fälle von Malaria (davon 109 bei Kindern zwischen 1 und 10 Jahren)
  • 168 Fälle von Fieber
  • 54 Fälle von Durchfall (davon 28 bei Kindern bis zu 5 Jahren)
  • Total 1650 Klinikbesucher (wiederkehrende und neue Patienten)
  • Von 15 eingelieferten Patienten wurden 12 ans Provinzspital in Gizo und ein Patient ans NRH in Honiara überwiesen.
12.01.04 Das Chirurgenteam
Das Team

Zur Vergrösserung auf Bild klicken. Von links nach rechts: Vincent Tobe (Medizinstudent), Dr. Patrick Houasia, Dr. Silent Tovosia, Dr. Patrick Toito'ona, Dr. Franziska Holenstein (Volontärärztin), Dr. Nola Pikacha, Dr. Rooney Jagilly, Dr. Claude Posala


13.01.04 Einheimische Ärzte sollen zurückkommen [Quelle: PFnet News]

In den letzten Jahren wurden 112 Ärzte ausgebildet, aber etwa 80 von ihnen arbeiten im Ausland. Das Gesundheitsministerium versucht nun, sie zu finden und zur Rückkehr nach Hause zu bewegen, wo sie dringend benötigt werden. Man will auch versuchen, die Anstellungsbedingungen zu verbessern.

Einige Ärzte sind schon zurückgekommen, so auch der Orthopäde Dr. Silent Tovosia, dessen Ausbildung vom Verein Medizin im Südpazifik unterstützt worden ist.

Letzte Woche wurden 12 neue ausgebildete Ärzte willkommen geheissen, die nun ihre Arbeit am NRH und in den Provinzspitälern aufnehmen werden.

29.01.04 AIDS-Angst in Honiara [Quelle: SIBC News]

In Honiara zirkulierten in den letzten Tagen Berichte von einem bestätigten AIDS Fall, obschon die Gerüchte vom medizinischen Leiter des National Referral Spitals, Dr. Judson Leafasia, widerlegt worden sind.

Dr. Leafasia vermutet, dass die Gerüchte von einem Spitalangestellten ausgelöst worden sind, da das Personal regelmässig auf die Gefahren einer HIV/AIDS Infektion hingewiesen wird. Positiv an den Gerüchten sei, dass die Bevölkerung wieder vermehrt an ihre eigene Verantwortung im Umgang mit HIV/AIDS erinnert werde.

31.01.04 Hilfe aus den USA [Quelle: SIBC News]

Eine Gruppe von AOG (Assemblies of God) Mitgliedern, bestehend aus zwei Ärzten und fünf Mitarbeitern, leistet in der Stadt Noro, Western Provinz, etwa zwei Wochen lang kostenlose medizinische Hilfe. Der Einsatz wurde vom Gesundheitsministerium genehmigt.

Eine erste solche Gruppe war im November 2002 in Noro tätig und hatte mehr als 1'000 Patienten versorgt.

31.01.04 Zunahme der Malaria [Quelle: SIBC News]

2003 wurden etwa 12'000 mehr Malariafälle als im Jahr 2002 registriert. Eine Zunahme gab es auf Malaita (+3'400 Fälle), Guadalcanal (+6'500 Fälle), in Honiara und den Provinzen Choiseul, Makira und Temotu. Auch die Zahl der Todesfälle wegen Malaria ist angestiegen. Seit Mitte der 90er Jahre hat die Zahl der Fälle von 118'000 auf 80'000 im letzen Jahr abgenommen.

Mit einer Radiosendung will man die Bevölkerung bald wieder darüber informieren, was man gegen Malaria tun kann.

13.02.04 Bita'ama Klinik renoviert [Quelle: SIBC News]

Nachdem sich fast vier Jahre niemand um die Klinik gekümmert hatte, wurde die Bita'ama Klinik in Nord-Malaita renoviert und gestern eröffnet. Es gibt jetzt eine neue Dusche, fünf Betten in der Entbindungsstation und vier Betten im Aufnahmetrakt. Der Community Peace and Renovation Fonds stellte für die Renovation SBD 140'000 zur Verfügung. Etwa 3'000 Personen sollen an der Eröffnung teilgenommen haben.

24.02.04 Unterstützung aus Japan [Quelle: SIBC News]

Japan stellt für den Bau einer Klinik in der Umgebung von Koloula an der Südküste von Guadalcanal über SBD 247'000 zur Verfügung. Die Klinik wird mehr als 2'000 Personen aus etwa 14 Dörfern versorgen.

25.02.04 45 HIV/Aids Verdachtsfälle vor 10 Jahren [Quelle: SIBC News]

Bei einem Treffen von regionalen HIV/Aids Spezialisten in Honiara wurde bekannt, dass vor 10 Jahren in 280'000 Blutproben, die auf den Salomonen zwischen 1982 und 1992 genommen worden waren, 45 Verdachsfälle von HIV/Aids gefunden wurden. Aus verschiedenen Gründen (keine Nachkontrolle, Anonymität, kein Schutz des Laborpersonals gegen Racheakte, keine Koordinationsbehörde), konnte aber nur ein positiver Fall im Jahre 1994 bestätigt werden.

Seither werden alle Blutproben, die ins NRH gelangen, auf HIV getestet.

Die Risiken, dass HIV auf die Salomon-Inseln übergreift, werden als hoch angesehen.

26.02.04 Regierung will die Anstellungsbedingungen für Ärzte verbessern [Quelle: SIBC News]

Die Regierung will die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen für Ärzte verbessern. Premierminister Sir Allan Kemakeza hofft, von seinen Gesprächspartnern in Australien, Neuseeland und Samoa, die er in den nächsten Tagen besucht, diesbezüglich einige neue Ideen zu erhalten.

26.02.04 Japan unterstützt Pflegeschule [Quelle: SIBC News]

Japan unterstützt die Renovation der Pflegeschule (School of Nursing) am Solomon Islands College of Higher Eduction (SICHE) in Honiara mit fast SBD 235'000.

03.03.04 Offenes Diskussionsforum über Gesundheitsthemen [Quelle: SIBC News]

Das WHO Büro in Honiara organisiert jeden Donnerstag zur Mittagszeit ein offenes, lebendiges Diskussionsforum zum Thema Gesundheit. Bereits behandelte Themen: Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS, Grundlagen der Gesundheitspflege, Gesundheit in der Famile und Familienplanung, Lebensmittelhygiene, erfolgreiche Gesundheitspflege, sowie das erweiterte Impfprogramm EPI. Diese Woche spricht Dr. Arnold Raubenheimer, Gynäkologie am NRH, zum Thema "Anämie in der Schwangerschaft".

06.03.04 Grosse Zahl von Anämiefällen [Quelle: SIBC News]

Beim letzten Gesundheitsforum gab Dr. Raubenheimer bekannt, dass es zur Zeit im NRH 20 Anämiefälle gibt, einige davon Schwangere und Mütter nach der Geburt. Die Sterblichkeitsrate sei beunruhigend hoch. Ein Problem ist offenbar, dass die verschriebenen Tabletten gegen Eisenmangel nicht eingenommen werden.

09.03.04 HIV/Aids: ein oder zwei Fälle? [Quelle: SIBC News]

Bei einem Vortrag zum Thema HIV/Aids am Internationalen Tag der Frau in Honiara sprach der lokale Vertreter der WHO von zwei bestätigten Fällen auf den Salomon-Inseln in den letzten zwanzig Jahren, einem Mann und einer Frau. Bisher war immer nur von einem bestätigten Fall die Rede gewesen.

06.05.04 [Quelle: PFnet News] Am heutigen offenen Gesundheitsforum bestätigte Ray Skinner, Leiter der nationalen Apotheke, dass es zwei bestätigte HIV/Aids Fälle auf den Salomon-Inseln gibt.

10.03.04 Soldaten der Interventionsmission spenden für das NRH [Quelle: PFnet News]

Zum Dank, dass sie von der Bevölkerung so freundlich empfangen worden sind, haben Soldaten der Interventionsmission Sammelaktionen gestartet. Die medizinische Abteilung am NRH erhielt SBD 1'550 und die Rehabilitations- und Physiotherapieabteilung erhielt SBD 13'383.

11.03.04 Japan unterstützt Klinikrenovation in Westguadalcanal [Quelle: SIBC News]

Japan hat die Renovation der Klinik am Bishop Patteson Theological College bei Kohimarama im Westen von Guadalcanal mit über SBD 34'000 unterstützt. Die Klinik versorgt mehr als 1'000 Personen in den umliegenden Dörfern.

Die Klinik wurde diese Woche offiziell eröffnet und hat nun eine grösseren Untersuchungsraum, ein Dispensarium, ein Entbindungszimmer, ein Mikroskopierraum, eine Dusche und eine Toilette.

15.03.04 Grippewelle in Honiara [Quelle: SIBC News, Pacific Islands Report]

In Honiara gibt es zur Zeit eine grosse Zahl von Grippefällen. Der Erreger ist noch nicht bekannt. Die Symptome sind Halsweh, Kopfweh und sehr hohes Fieber, aber nur während kurzer Zeit. Die Patienten erholen sich innerhalb von etwa drei Tagen und Todesfälle sind noch keine bekannt.

Vor einigen Tagen war Fiji von einer Grippewelle des Influenza Typs A Virus überrollt worden.

07.04.04 Folgen der Verkehrsunfälle in Honiara [Quelle: SIBC News]

In den letzten acht Jahren wurden am NRH jedes Jahr mindestens zwei Todesfälle und 65 Verletzte im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen registriert. Die durchschnittliche Spitalaufenthaltsdauer dieser Patienten betrug 20 Tage.

08.04.04 Japan hilft im Kampf gegen Malaria [Quelle: SIBC News]

Mit Unterstützung der Japan International Cooperation Agency (JICA) befinden sich zur Zeit zwei japanische Malariaexperten im Land, um an einem einwöchigen Workshop zur Verbesserung des diagnostischen Wissens und der diagnostischen Fertigkeiten beizutragen.

Malaria ist nach wie vor ein wichtiges Gesundheitsproblem auf den Salomonen. Die Zahl der Fälle ist seit 1999 gestiegen, hat im Jahr 2001 78'000 überschritten und ist die häufigste Todesursache von Kindern.

24.04.04 Die Bevölkerung von Makira schätzt ihren Gesundheitsdirektor [Quelle: SIBC News]

Die Bevölkerung der Makira-Ulawa Provinz dankt dem Gesundheitsministerium für die Zuteilung eines Arztes in diesem Jahr. Man ist sehr zufrieden mit dem neuen Gesundheitsdirektor, Dr. Kenton Sade, der am Spital in Kirakira schon mehrere Operationen ausgeführt hat, was vorher nicht gemacht wurde.

29.04.04 Grippewelle klingt langsam ab [Quelle: SIBC News]

Die Grippe, die im letzten Monat begann und von der viele Einwohner Honiaras betroffen waren, klingt langsam ab, aber bei einigen Patienten hat die Infektion länger als zwei Wochen gedauert. Der Erreger konnte nicht bestimmt werden, da die notwendige Ausrüstung dazu fehlt.

29.04.04 Ärzte wollen immer noch weg [Quelle: SIBC News]

In den nächsten Monaten werden drei Ärzte das National Referral Hospital verlassen, weil sie attraktivere Stellen in anderen Ländern gefunden haben.

Die vorgesehenen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen sind noch nicht genehmigt.

Im Moment gibt es noch 32 Ärzte am NRH, nötig wären aber 80. Zur Zeit gibt es keine Spezialisten in der inneren Medizin und nur einen einzigen überlasteten Anästhesisten. Die Suche nach Ärzten war bis jetzt leider nicht erfolgreich.

Die Situation in den Provinzspitälern ist auch nicht besser: drei Ärzte für die Provinz Malita, vier für die Western Provinz, je einer für die Makira-Ulawa, Temotu, Guadalcanal und Choiseul Provinzen und immer noch keiner für die Central Provinz.

21.05.04 Zunahme von Diabetes [Quelle: SIBC News]

Letztes Jahr gabe es 3'200 bestehende und 180 neue Diabetesfälle.

25.05.04 Zunahme der Psychiatriepatienten [Quelle: SIBC News]

Im nationalen Psychiatriezentrum am Kilu'ufi Spital wurde eine besorgniserregende Zunahme der Patienten festgestellt, vor allem von Jugendlichen nach Drogenmissbrauch (hauptsächlich Marihuana).

Zur Zeit gibt es 17 Patienten, fünf davon weiblich. Das Zentrum ist schon längere Zeit ohne Psychiater.

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Medien und Berichte

03.01.04 Neu auf unserer Website

Campagne de vaccins à Guadalcanal, ein weiterer Bericht von Jessica Delarue.

31.01.04 Vortrag von Dr. Hermann Oberli

Dr. Hermann Oberli spricht über seine Arbeit auf den Salomonen.

Zeit: Samstag, 31. Januar, 15.00
Ort: Spitex Pflegeteam "Papillon", Bärglistrasse, 3858 Hofstetten b. Brienz BE

Laut Dr. Oberli waren etwa 100 Personen anwesend.

03.03.04 Neu auf unserer Website

Zwei ausgefüllte Fragebogen: FO0401 und MR0401.

02.04.04 Neu auf unserer Website

24 Stunden im National Referral Hospital in Honiara, Solomon Islands, ein Bericht von Corinne Thür.

04.05.04 Vortrag von Dr. Hermann Oberli in Frauenfeld

Dr. Hermann Oberli spricht über Chirurgie im Pazifik.

Zeit: Dienstag, 4. Mai, 17.30 - 18.30
Ort: Kantonsspital Frauenfeld, Stockwerk P

27.05.04 Treffen der Ehemaligen

Dr. Oberli schreibt:

Von den zahlreichen Personen, die in den letzten 10 Jahren auf den Salomonen im Einsatz waren, versammelten sich am 15. Mai immerhin 44 bei Vreni und Dr. Erhard Erb am schönen Neuenburgersee. Das Treffen war ein ganz grosser Erfolg, Himmel und Gesichter strahlend, Erinnerungen wurden aufgefrischt. Dabei war auch Patrick Houasia, der vier Monate im Kantonsspital Uri, Altdorf, arbeitet. Grosser Dank gebührt der Famile Erb, die keinen Aufwand scheute, um die so grosse Gästeschar zu empfangen und zu bewirten.

Die versammelte "Crew"
© 2004 H. Oberli (230KB JPG)
Dr. Patrick mit den frischdiplomierten Ärztinnen Andrea, Simone und Salomé (die so genannten "house girls"), die als cand.med. in Honiara arbeiteten.
© 2004 H. Oberli (48KB JPG)
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Projekte

23.03.04 Weiterbildung in Australien

Dr. Rooney Jagilly und Dr. Patrick Houasia besuchten den AO Kurs Ausbildung in operativer Frakturbehandlung und die Operationsschwestern Madeline Kimasaru und Makulata Tuita den AO Kurs für Operationspersonal für Frakturbehandlung in Sydney, Australien.

M. Tuita, P. Houasia, R. Jagilly, M. Kimasaru R. Jagilly, P. Houasia
Von links nach rechts: Makulata Tuita, Dr. Patrick Houasia, Dr. Rooney Jagilly und Madeline Kimasaru Dr. Rooney Jagilly (links) und Dr. Patrick Houasia

Dr. Jagilly schreibt:

Es war ein sehr interessanter und hilfreicher Kurs. Es hat uns allen sehr gefallen und wir sind Dr. Oberli und allen anderen dankbar für die anhaltende Unterstützung.

23.03.04 Weiterbildung in der Schweiz

Dr. Oberli schreibt:

Am 21. März 2004 ist Dr. Patrick Houasia aus den Salomonen via Sydney in Altdorf UR eingetroffen. In Sydney nahm er, zusammen mit einem weiteren Arzt und zwei Operationsschwestern aus Honiara, an einem AO Kurs (Ausbildung in operativer Frakturbehandlung) teil und reiste anschliessend gleich weiter für einen viermonatigen Studienaufenthalt am Kantonsspital Uri in Altdorf. Er wurde dort als Gastarzt unter der Ägide von Dr. Joller, der bereits viermal auf den Salomonen im Einsatz war, eingeladen und willkommen geheissen. Finanziert wird diese Ausbildung einerseits durch die Stanley Thomas Johnson Foundation und andererseits durch den Verein "Medizin im Südpazifik".

Seine Einführung in unsere Verhältnisse:

Familie Joller und P. Houasia P. Houasia und R. Joller Uhr
die Familie Joller versorgt ihn mit warmen Kleidern und ... Dr. Joller legt ihm kurz nach Ankunft eine bis jetzt fehlende Uhr um das Handgelenk, damit Dr. Patrick mit der "Swiss Time" ohne Komplikationen zurecht kommt.  

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