|
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Damit Sie auch wissen, mit wem sie es zu tun haben,
dürfen wir uns kurz vorstellen. Wir, Regula Widmer-Kennel
(rechts) und Sabina Hofer, waren in den Jahren 1996 resp. 1998 im
Central Hospital für mehrere Monate im Einsatz. Für
Januar 2002 planten wir einen weiteren gemeinsamen Aufenthalt,
doch hatte sich während unseren Vorbereitungen die
politische Situation auf den Salomonen stark verschlechtert. Die
Wirtschaft wieder einmal mehr am Boden und es fliesst kein Geld
mehr ins Land. Die Kriminalität, vorallem auch
gegenüber Ausländern hat stark zugenommen.
Nach intensiven Diskussionen, direktem Kontakt und
Infoaustausch mit Elisabeth und Hermann Oberli, haben wir
schweren Herzens entschieden, die ganze Aktion auf Oktober 2002
zu verschieben. Flüge wurden storniert, unbezahlter Urlaub
aufgehoben, das Beste aus Kündigungen gemacht etc,
etc...
Nachdem sich für uns der Alltag wieder normalisierte und
reorganisierte, kam da irgendwie dieses leere, enttäuschende
Gefühl in uns auf. Richtig beschreiben oder erklären
lässt es sich nicht. Aber etwas fehlte da; das konnte es
jetzt doch noch nicht gewesen sein. Hatten wir uns doch so
gefreut und eingestellt auf wieder einmal eine durch und durch
sinnvolle Arbeit.
Wie eine Art Geistesblitz oder einfach aus dem Bauch heraus
eine Idee, eine Alternative sozusagen, wurde kurzerhand beim
Schopf gepackt: Wenn wir also schon nicht selber Hand anlegen
können an Ort und Stelle, so erfinden wir einfach das Mittel
zum Zweck!
Wie Sie sich sicher vorstellen können, wirkt sich die
Situation auf den Solomon Islands drastisch auf den Spitalalltag
aus. Mitarbeiter bekommen keinen Lohn mehr, Ärzte und
Schwestern streiken dadurch (verständlicherweise!) und es
ist des öfteren nicht einmal mehr möglich, ein
Notfallteam zusammenzustellen, um dringendste Operationen
vornehmen zu können. Durch diese Umstände wird es
für Dr. Hermann Oberli immer schwieriger, sein Projekt, an
welchem er seit nunmehr 8 Jahren arbeitet, weiter zu
verfolgen...
 |
Und deshalb luden wir am 18.November 2001 Freunde und
Verwandte zu einem von uns gespendeten Benefiz Apéro
ein zu Gunsten des Hospitals in Honiara. Welch positives
Echo, all diese Begeisterung und Freude, die wir an jenem
Abend erleben und wiedergeben durften, diese Herzlichkeit
und vorallem das riesige Interesse jedes einzelnen Gastes
hat wohl alle Erwartungen von uns übertroffen!
|
 |
Während drei Stunden an einem typischen feuchtkalten
Novemberabend versuchten wir mit Film, Dias und Originalmusik
diesen Menschen die Salomonen und das Central Hospital etwas
näher zu bringen. Geschmückt mit all unseren
persönlichen Artikeln und Erinnerungen, Fotoalben und
Bildmaterial tauchten wir Foyer und Saal des katholischen
Pfarreiheims in die Südsee ein. Wie uns das gelang und was
daraus entstanden ist, zeigen die folgenden Bilder:
 |
An dieser Stelle möchten wir noch einmal all
unseren Gästen für Ihr Vertrauen danken, das Sie
uns entgegenbrachten. Wir dürfen Ihnen heute
mitteilen, dass wir an Weihnachten den stolzen Betrag von
8825.- auf ein direktes Konto von Dr. Hermann Oberli
überweisen können!
|
 |
Ebenfalls gilt ein grosses Dankeschön unseren fleissigen
und freiwilligen Helfern, welche uns alle an jenem Abend so
köstlich verwöhnten und uns vor und hinter der
Bühne tatkräftig unterstützten. Für die
Räumlichkeiten und die prompte, hilfsbereite Zusammenarbeit
im Pfarreiheim Meggen, welches uns kostenlos zur Verfügung
gestellt wurde, bedanken wir uns genauso.
Uns bleibt, Ihnen allen frohe Festtage zu wünschen und
einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Herzlichst,
Regula Widmer-Kennel und Sabina Hofer
Viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten
die viele kleine Schritte tun
können das Gesicht der
Welt verändern
(Afrikanisches Sprichwort)
|